makro

Blog der makro-Redaktion

Zukunft der Rente: Reden Sie mit!

Der Traum von vielen Rentnern - Ein unbeschwerter Lebensabend. Bild: 170217_mak_rente_rentner_16_421234_n

Der Traum von vielen Rentnern – Ein unbeschwerter Lebensabend.

Ein ganzes Leben lang geschuftet und im Alter trotzdem wenig Rente. Das ist die Realität bei vielen Menschen über 65. Wer im Nieriglohnsektor gearbeitet hat oder nicht durchgehend beschäftigt war, hat meist eine Rente, die unter der Armutsgrenze liegt. Zukünftig könnte das auch die heutigen Durchschnittsverdiener treffen, sagt der Sozialforscher Stefan Sell. Wer weniger als 3000 Euro Brutto hat, könnte im Alter arm sein. Soweit er nicht privat vorgesorgt hat. Der Grund dafür ist das sinkende Rentenniveau. Im Verhältnis zu den Löhnen wird es immer weniger Rente geben. Stefan Sell fordert eine Umverteilung. Er plädiert für eine höhere gesetzliche Absicherung, ähnlich wie es in Österreich oder der Schweiz der Fall ist. Was meinen Sie? Mehr privat vorsorgen oder lieber höhere Beiträge in die gesetzliche Rente einzahlen?
Diskutieren Sie mit unserem Studiogast Prof. Stefan Sell direkt nach der Sendung hier in unserem Blog!

Italien: Reden Sie mit!

Das politische Herz Italiens: das Nationaldenkmal Vittorio Emanuele in Rom. Bild: colourbox.de

Das politische Herz Italiens: das Nationaldenkmal Vittorio Emanuele in Rom. Bild: colourbox.de

Ist Italien überhaupt reformierbar? Seit der Finanz- und Eurokrise haben sich alle Regierungen die Zähne ausgebissen: Mario Monti hat es versucht, Enrico Letta, zuletzt Matteo Renzi. Jetzt ist es Paolo Gentiloni.

Sie haben versucht, zu sparen, zu reformieren, die Bürokratie zu entrümpeln. Der Arbeitsmarkt sollte flexibler werden, Genehmigungsverfahren beschleunigt. Aber irgendwie hat man den Eindruck, es ist wie immer: die Schulden hoch, das Wachstum niedrig und die Jugend ohne Zukunft. Ach ja – und die Banken brauchen wieder Staatsknete. Was tatsächlich vorankommt, ist der Aufstieg der Populisten.
weiterlesen…

Präsident Trump: Reden Sie mit!

Amerikanische Flagge vor dem Washington Monument. Bild: ap

Amerikanische Flagge vor dem Washington Monument. Bild: ap

Präsident Donald Trump werde mit seiner Wirtschaftspolitik grandios scheitern. Da sind sich die Experten einig. Das Ding ist nur: Es sind die gleichen Experten, die bereits den Wahlsieg Trumps nie für möglich gehalten hatten. Was also, wenn Trump Erfolg hat?

Fakt ist, es soll ein gigantisches staatliches Investitionsprogramm in Infrastruktur geben. Trump will die Unternehmenssteuern drastisch senken. US-Firmen könnten dann endlich, so die Erwartung, die aufgelaufenen Gewinne ihrer Auslandstöchter in die USA überweisen. Noch mehr Geld für Investitionen. Und Trump will staatliche Regulierung kippen. Weniger Regulierung, höhere Gewinne, noch mehr Investitionen.
weiterlesen…

Saaten: Reden Sie mit!

161216_mak_genver_soja_n#dpa Schon lange gewinnen Bauern nicht mehr ihr eigenes Saatgut. Das ist längst zum Geschäft von Züchtern geworden. Allen voran Bayer/Monsanto, Syngenta und DuPont.

Zu dieser Entwicklung hat in den 60er Jahren die „grüne Revolution“ beigetragen. Damals halfen Hybridzüchtungen und die Herstellung von Hochertragssorten in den Entwicklungsländern den Hunger zu bekämpfen. Doch ihre Verbreitung führte auch dazu, dass Saatgut im Rahmen einer industrialisierten Landwirtschaft eine profitable Unternehmung wurde.
Das hat fatale Folgen: Die Oligopole einiger Anbieter können dazu führen, dass armen Landwirten der Zugang zu Saatgut, einem für sie lebenswichtigen Produktionsmittel, verwehrt wird. Und sie können dazu führen, dass die Lebensmittelpreise steigen, wodurch die Lebensmittel für die Ärmsten noch weniger verfügbar werden. Ganz zu schweigen von der Biodiversität.

Zu Gast bei makro ist der promovierte Tierarzt Christoph Then. Er beschäftigt sich seit etwa 20 Jahren mit aktuellen Fragen der Gen-und Biotechnologie und ist gegen Patente auf Saatgut.
Diskutieren Sie mit. Muss das Saatgut genverändert und hocheffizient sein? Oder eher divers und angepasst!

Russland: Reden Sie mit!

Russlands Präsident Wladimir Putin. Bild: reuters

Russlands Präsident Wladimir Putin. Bild: reuters

Make Russia great again – das ist das Ziel des Kreml. Genau wie in der Außen- und Sicherheitspolitik setzt Moskau auch in der Wirtschaft auf eigene Stärke. Dabei ist dieser Isolationismus gerade der Grund der ökonomischen Misere.

Klar, der niedrige Ölpreis reißt Löcher in den Haushalt und die Sanktionen schaden. Aber das eigentliche Problem der russischen Wirtschaft sind mangelnder Wettbewerb und fehlendes Knowhow. Statt Wettbewerb werden Putin-treue Oligarchen protegiert; das Knowhow sitzt im Ausland und wird durch staatliche Willkür verschreckt.
weiterlesen…

Lebensmittel: Reden Sie mit!

Lebensmittel sind fast nirgendwo billiger als in Deutschland. Bild: dpa

Lebensmittel sind fast nirgendwo billiger als in Deutschland. Bild: dpa

Die Bauern klagen, die mächtigen Handelskonzerne rauben ihnen mit Dumpingpreisen die Existenz. Der Handel behauptet, die Verbraucher verlangen niedrige Preise. Die Verbraucher bezichtigen die Bauern der Tierquälerei.

Tatsache ist: Der Niedrigpreis-Wettbewerb in der Landwirtschaft ist mit Tierwohl und Umweltschutz nicht vereinbar, die Margen im Handel sind extrem niedrig und die Verbraucher sind geiziger als sie sich glauben machen. Deutschland ist heute der größte Fleischexporteur Europas, überdüngt seine Äcker mit Gülle und Kunden zahlen mit die niedrigsten Lebensmittelpreise des Kontinents.
weiterlesen…

Kuba: Reden Sie mit!

In Kuba allgegenwärtig: Revolutionsheld Ernesto "Che" Guevara. Bild: Jürgen Natusch

In Kuba allgegenwärtig: Revolutionsheld Ernesto „Che“ Guevara. Bild: Jürgen Natusch

Der kommunistische Zwerg Kuba und die kapitalistische Supermacht USA waren sich 50 Jahre lang in herzlicher Abneigung verbunden. Man ignorierte sich nach Kräften. Erst der scheidende Präsident Obama leitete 2015 per Präsidialerlass eine Öffnung ein, um die Farce zu beenden. Der republikanisch dominierte Kongress hält jedoch bisher am Embargo gegen Kuba fest.
weiterlesen…

Globalisierung: Reden Sie mit!

China ist ein großer Gewinner der Globalisierung. Bild: dpa

China ist ein großer Gewinner der Globalisierung. Bild: dpa

Die Globalisierung hat in den vergangenen 25 Jahren die Welt verändert wie nichts sonst. Vernetzte Warenströme und arbeitsteilige Produktion haben Waren verbilligt und überall verfügbar gemacht. Globalisierung hat Innovation befördert und den Austausch von Ideen. Wir nutzen heute wie selbstverständlich Dienstleistungen, die geschaffen sind für die vernetzte Welt. Und nicht zuletzt sind heute Länder teil des globalen Wirtschaftskreislaufs, die zuvor nur weiße Flecken waren auf der Weltkarte der Ökonomie.
weiterlesen…

Banken: Reden Sie mit!

In den Bankentürmen Frankfurts herrscht Katerstimmung. Bild: dpa

In den Bankentürmen Frankfurts herrscht Katerstimmung. Bild: dpa

Den Banken geht es schlecht, besonders in Europa. Das ist nicht gut, teilweise sogar gefährlich, denn ein funktionierendes Finanzsystem ist die Voraussetzung für eine prosperierende Wirtschaft.

In gewisser Weise ist die Lage aber unvermeidlich. Die Exzesse der Branche seit den 80er-Jahren, die in der Finanzkrise gipfelten, fordern ihren Preis. Und so erleben wir heute – wie auch nach der Weltwirtschaftskrise vor 80 Jahren – einen schmerzhaften Absturz auf den Boden der Tatsachen.
weiterlesen…

Grundeinkommen: Reden Sie mit!

Immer Geld im Portemonnaie: Ein Grundeinkommen soll Existenzsorgen beseitigen. Bild: dpa

Immer Geld im Portemonnaie: Ein Grundeinkommen soll Existenzsorgen beseitigen. Bild: dpa

Das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens ist von bestechender intellektueller Klarheit: Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Harz IV und Co werden durch einen einzigen Transfermechanismus ersetzt, der von allen Einkünften getragen wird: Arbeitseinkommen, Selbständigkeit, Kapitalerträge. Alle zahlen ein und alle kriegen raus.

Unser sozialdemokratisches Wohlfahrtsmodell, heißt es, passe zwar gut zur alten Industriegesellschaft, nicht aber zur Arbeitswirklichkeit der Zukunft, in der Roboter menschliche Arbeitskraft ersetzen und Lücken in der Erwerbsbiographie Normalität sind. Das Problem ist bloß: Niemand weiß, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen funktioniert.
weiterlesen…