Drogenabhängige im Hinterhof

Durchsuchung im Hinterhof

Durchsuchung im Hinterhof

Juarez ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Schnell kommt man vom modernen Stadtzentrum mit mexikanischen Plazas und breiten, amerikanisch aussehenden  Chausseen mit Billboards auf unbefestigte Schotterpisten mit ärmlichen Hütten. In einem gottverlassenen Hinterhof stöbern wir eine Gruppe Drogenabhängiger auf, zwei junge Männer müssen ihre Hosen herunterlassen, eine Frau sitzt einfach nur auf einer Pritsche in einem Raum ohne Türen und wartet, bis unser Trupp wieder geht, sie ist schwanger.

Ihre Notdurft verrichten alle in einer Ecke, es stinkt. Weder Küche noch Möbel noch Bad gibt es hier – nur nackte Ziegelwände und offene Tür- und Fensterhöhlen. Bei uns würde man nicht mal Ziegen oder Schafe in eine solche Behausung sperren. Hier hat garantiert noch nie ein Sozialarbeiter vorbeigeschaut. Die Menschen sind offensichtlich völlig sich selbst überlassen. In Juarez gibt es viele Drogenabhängige – auch das eine Folge des intensiven Rauschgifthandels. Die Armee wird dieses gesellschaftliche Problem jedenfalls nicht lösen können.

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