Narco-Staat Mexiko?

Verbrennung von Marihuana im Kampf gegen die Drogenkartelle Mexikos

Verbrennung von Marihuana im Kampf gegen die Drogenkartelle Mexikos.

Unseren letzten Abend in Mexiko verbringen wir mitten in der Natur in einem offenen Unterstand, wo die Leute von El Alberto den Besuchern des Spaßbades Getränke verkaufen. Den Berghang gegenüber haben sie mit Fackeln beleuchtet. Es ist sehr still, die Luft ist klar, die Sterne funkeln. Eine wunderbare, friedliche Stimmung macht sich breit, und wir alle hängen unseren Gedanken nach.

Zwei aufregende Wochen Dreh liegen hinter uns. Wir sind alle erschüttert von der unfassbaren Gewalt, die wir gesehen haben, vom Leid der Menschen, aber auch von der Tapferkeit, mit der Einzelne sich gegen das Verbrechen stemmen. Probleme, über die wir in Deutschland selbst kräftig mit gejammert haben, wirken im Vergleich plötzlich nur noch unbedeutend.

Mexiko ist ein wunderbares Land mit warmherzigen Menschen, mit krassen Gegensätzen zwischen Arm und Reich, und mit einer Regierung, die die Kontrolle über weite Teile des Landes bereits verloren hat.

Producerin Alexandra hat uns mit viel Charme, Geduld und Beharrlichkeit durch ihre Wahlheimat gelotst. Andreas und Tim geht es wie mir: Wir alle hoffen, dass die Mexikaner sich aus dem Würgegriff der Drogenkartelle befreien können – auch, wenn das im Augenblick wenig wahrscheinlich scheint.

Zum Drehende bin ich sicher: Ja, es war das richtige Thema – auch wenn die vielen Gewaltszenen nicht gerade leicht bekömmlich sind, sind doch auch sie Teil der „Jobbeschreibung“ im Drogenhandel und drücken die ganze Ohnmacht dieses Staates und seiner ausgelieferten Bürgern gegenüber diesen mächtigen „Arbeitgebern“ aus. Es gibt viel zu erzählen – an diesem Freitag, bei „makro“.

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