Kuba: Reden Sie mit!

In Kuba allgegenwärtig: Revolutionsheld Ernesto "Che" Guevara. Bild: Jürgen Natusch

In Kuba allgegenwärtig: Revolutionsheld Ernesto „Che“ Guevara. Bild: Jürgen Natusch

Der kommunistische Zwerg Kuba und die kapitalistische Supermacht USA waren sich 50 Jahre lang in herzlicher Abneigung verbunden. Man ignorierte sich nach Kräften. Erst der scheidende Präsident Obama leitete 2015 per Präsidialerlass eine Öffnung ein, um die Farce zu beenden. Der republikanisch dominierte Kongress hält jedoch bisher am Embargo gegen Kuba fest.

Für Kuba selbst ist eine Öffnung lebensnotwendig, hat man doch in praktisch allen Bereichen den Anschluss an die Moderne verloren. Häuser verfallen, Lebensmittel werden knapp und für uns selbstverständliche Erleichterungen wie eine Waschmaschine sind absolutes Luxusgut. Für Castros Revolutionäre ist eine Öffnung des Landes jedoch hochgefährlich. Sie zersetzt die Basis ihrer Macht.

Zu Gast bei makro ist der Wirtschaftsjurist und Kuba-Kenner Winfried Huck. Er sagt, obwohl private Geschäfte mittlerweile in begrenztem Umfang erlaubt seien, hätten sich die Lebensverhältnisse kaum verbessert. Diskutieren Sie mit!

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makro

makro berichtet aus dem globalen Wirtschaftsdschungel. Mit Blick für den Menschen und fürs Detail, aber vor allem auch für die globalen Zusammenhänge. Immer freitags, immer um 21.00 Uhr.

56 Kommentare

  • makro
    makro
    11.11.2016, 22:32 Uhr.

    Das war’s für heute in unserem Blog, untereinander kann natürlich gern weiter diskutiert werden. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und bei Herrn Prof. Huck für die Beantwortung der Fragen. Uns gibt es nächste Woche wieder, dann mit einer Doku über das Bestattungsgeschäft: „Ruhe sanft – und günstig“
    Einen schönen Abend wünscht
    Ihr makro-Team

  • Adrian Sulzer
    11.11.2016, 22:19 Uhr.

    Guten Abend Prof. Dr. Winfried Huck
    Ich arbeite für eine der führenden Business Schools in der Schweiz. Ich war dieses Jahr zweimal privat in Kuba und werde auch nächstes Jahr wieder hingehen. Wie beurteilen Sie das Lehrniveau der Universität in Havanna auf den Gebieten BWL, VWL und Wirtschaftsrecht? Denken Sie, hier könnte Interesse an einer Kooperation mit einer mehrfach akkreditieren Schweizer Wirtschaftshochschule bestehen? Wie schwierig ist es für kubanische Studierende, das Land für Studienaufenthalte im Ausland zu verlassen? Besten Dank für Ihre Antwort.

  • Franz Heitzinger
    11.11.2016, 21:57 Uhr.

    Guten Abend Herr Professor Huck,
    gibt es in Kuba Überlegungen, Energieimporte durch die Nutzung lokaler Resourcen, wie Sonnen-, Windenergie, Wasserkraft(?) und Biomasse teilweise zu ersetzen bzw. zu reduzieren? Technologien zur Nutzung dieser regenerativen Energiequellen sind in den vergangenen Jahren deutlich kostengünstiger geworden.

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 22:13 Uhr.

      Die Regierung hat ein ausgesprochen starkes Interesse am Einsatz der erneuerbaren Energien, die sogar bereits Anwendung finden.

  • Kd
    11.11.2016, 21:51 Uhr.

    Guten Abend Herr huck …. Kennen Sie auch Thomas Kaupert ? Danke für die Beantwortung K.D.

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 22:12 Uhr.

      Mir unbekannt.

  • Monika R.
    11.11.2016, 21:50 Uhr.

    Hallo Herr Prof. Huck, leider habe ich nur die letzten Minuten der Sendung mitbekommen. Mich verwunderte, dass die Kubaner sage und schreibe 60 % der Lebensmittel einführen müssen…. also da hat der Fidel wohl ein wenig gepennt, oder? Kuba muss sich öffnen und teilhaben an der Wirtschaft in der Welt. Alles andere ist wohl Utopie, die nichts als den Rückwärtsweg kennt. Das aber haben die liebenwürdigen Kubaner nicht verdient. Wenn man dort sicher wohnen könnte, würde ich nach dort auswandern.Wie sehen Sie die Zukunft in Kuba? Ich hoffe sehr, dass Kuba nicht das Schicksal Mexikos teilt, das ich mir leideer überhaupt nicht erklären kann -z.B. Juarez….

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 22:11 Uhr.

      Ich sehe einen Silberstreifen am Horizont und hoffe, dass es Kuba in Zukunft jedenfalls nicht schlechter gehen wird.

  • Johann
    11.11.2016, 21:45 Uhr.

    Guten Abend!

    Herr Huck, an wen wende ich mich, wenn ich Lebensmittel
    nach Kuba exportieren möchte?

    Und welche Förderungen und seriösen Kooperation für wirtschaftliche Export-Zusammenarbeit gibt es zwischen Deutschland und Kuba?

    Haben Sie Dank!

    Mit den besten Wünschen
    Hr Johann

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 22:10 Uhr.

      Erste Anlaufstelle ist die Außenhandelskammer für Kuba, mit Sitz in Mexiko, die Ihnen weitere Informationen geben kann.

  • Ela Barch
    11.11.2016, 21:44 Uhr.

    Guten Abend,
    ich bin seit über 20 Jahren mit einer lieben, intelligenten, fleißigen kubanischen Familie befreundet. Inzwischen kommunizieren nicht nur wir, die Erwachsenen, sondern auch unsere Kinder stehen in regelmäßigem e-mail-Kontakt, denn Urlaubsreisen finden nur alle paar Jahre statt.
    Nach dem letzten Hurrican wollte ich eine kleine Summe überweisen, um den Angehörigen der Familie im Osten der Insel eine kleine Unterstützung zukommen zu lassen. Dabei stellte ich erstaunt fest, dass schon seit dem Frühjahr ist es nicht mehr möglich ist, Geld nach Kuba zu überweisen. Zumindest für kleine Verhältnisse, von deutschem privaten Kto. auf ein privates kubanisches Konto. Das Embargo scheint eher verschärft zu werden, statt sich zu lockern, wie es die Medien gerne weis machen, wenn sie von Steinmeiers oder Obamas Besuchen berichten. Ich frage mich, wie die deutschen Firmen ihren Zahlungsverkehr mit Kuba regeln können. Auch können kubanische Staatsbürger in Deutschland bei keiner Bank ein
    Kto. eröffnen – aus geschäftspolitischen Gründen, wie es so schön heißt. Die Wahrheit ist wohl, dass sich Deutschland zum Erfüllungsgehilfen US-amerikanischer Politik macht.
    Oder sehen Sie das anders?
    Was steckt hinter dieser unbemerkt eingeführten Änderung hinsichtlich der Zahlungsverkehrsbeschränkungen?

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 22:09 Uhr.

      Leider ist es recht schwer, Ihre Frage angemessen in wenigen Worten zu beantworten. Eigentlich sollte das funktionieren.

      • Ela Barch
        11.11.2016, 22:13 Uhr.

        Nein, leider funktioniert es seit einigen Monaten nicht mehr, nach Kuba Geld zu überweisen. Nichtmal eine Überweisung von hier nach England funktionierte, nur weil im Verwendungszweck stand „viele Grüße von den Freunden aus Havanna“ – Havanna ist das „Schlagwort“, welches dafür sorgte, dass die Überweisung wieder auf mein Kto.zurückgebucht wurde. Ich recherchierte weiter, erkundigte mich bei anderen Banken – sogar eine international agierende Bank wie Western Union lehnt Überweisungen nach Kuba ab.

        • Adrian Sulzer
          11.11.2016, 22:16 Uhr.

          Haben Sie es mal mit der Postbank probiert? Schweizer Banken überweisen ebenfalls nicht nach Kuba (auf Druck der USA), die Schweizer Postfinance hingegen problemlos. Beste Grüsse

          • Ela Barch
            11.11.2016, 22:19 Uhr.

            Danke für den Tipp. Ich werde mich erkundigen. Wobei die Postbank als Deutsche Bank-Tochter ähnlich aufgestellt ist wie die „große Mutter“, die leider wie von mir beschrieben agierte.

            • Ela Barch
              11.11.2016, 22:26 Uhr.

              schon recherchiert:
              online-Auftritt der Postbank:
              Welches Überweisungsformblatt nehme ich, wenn ich nach Kuba überweisen möchte?

              Antwort der Postbank von Daniel P.

              Eine Überweisung nach Kuba ist grundsätzlich nicht möglich.

  • Guenter Bobinger
    11.11.2016, 21:42 Uhr.

    Ich war in den vergangenen Jahren einmal auf Cuba, daneben auch in Costa Rica, Honduras und Equador. Ich selbst lebe in den USA. Ich muss feststellen, dass, wo immer sich Länder den USA öffnen und einigermaßen stabil sind, dass es sofort zu einem Immobilienboom und Ausverkauf kommt. Natürlich versucht Cuba sich durch die restriktive Politik, wer kaufen darf, zu schützen. Denken Sie, Herr Huck, dass das ausreicht? Mit der Öffnung wird auch die Forderung nach Investitionen und ausländischer Eigentümerschaft erwachsen. Mit dem typischen Ausverkauf geht nach meiner Beobachtung auch jeweils die Eigenheit und auch die soziale Sturktur – wie insgesamt niedrig sie auch in Cuba sein mag – kaputt. Das wäre im Fall Cuba sehr schade, seine so insgesamt lebensfrohe Bevölkerung wörde dadurch ruiniert. So wenig ich eigentlich kommunistischen Ideologien anhänge, war es für Cuba 1959 m.E. ein Segen. Was denken Sie, ist für Cuba zukünftig die beste „Regierungsform“, die ggf. auch den Minderheitenschutz besser gewährleistet?

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 22:07 Uhr.

      Die Lebensfreude der Bevölkerung wird auch dadurch beschädigt, dass das Einkommen nicht ausreicht, um die Grundbedürfnisse einer kubanischen Familie zu befriedigen. Das ist übrigens ein Zitat von Raoul Castro auf der Rede zum VII. Parteitag im April 2016.

  • Hermann D. St.
    11.11.2016, 21:41 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Huck,
    1. welche Möglichkeiten gibt es für die Einreise nach Kuba als Einzelperson?
    Um das Land kennenzulernen möchte ich nicht als Pauschaltourist einreisen und von einem vorgebuchten Programm abhängen.

    2. Wie ist die Sicherheitslage in Kuba? Nach China bin ich sehr skeptisch eingereist. Vor Ort habe ich aber nie ein unsicheres Gefühl gehabt. Das sich sehr wohltuend von den Erfahrungen in der Ukraine im Jahr 2003 unterschieden hat.

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 22:04 Uhr.

      Es gibt zahlreiche private Anbieter, im Internet ist das leicht recherchierbar. Die Sicherheitslage ist im Vergleich zu vielen anderen lateinamerikanischen Staaten außerordentlich gut.

  • Tina
    11.11.2016, 21:40 Uhr.

    Guten Abend!
    Mich würde auch interessieren, wieso die gewaltigen Bebauungsflächen nicht genutzt werden. Selbst nicht mal zum Eigennutz des Staates?
    Verstehen kann ich allerdings, dass das alles aufgehalten wird, weil man sich dem Establishment , ich sage nur IWF(!!) , nicht beugen möchte, und das ist ja gut so!

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 22:02 Uhr.

      Die Flächen sind einfach sozialistisches Eigentum, das einfach nicht zu privaten Zwecken zur Verfügung steht.

  • Prof. Dr. Winfried Huck
    11.11.2016, 21:37 Uhr.

    Optimismus ist eine Lebenseinstellung, die mitunter an die Grenze einer dogmatischen Politik stossen kann. Trump steht für Infrastruktur und Bauten, auf Kuba gibt es in dieser Hinsicht viel zu tun.

    • makro
      makro
      11.11.2016, 21:40 Uhr.

      Lieber Herr Voss,
      das ist die Antwort von Herrn Prof. Huck an Sie.
      Ihr makro-Team

    • Kd
      11.11.2016, 21:43 Uhr.

      Hallo Herr huck , kennen Sie Herrn Thomas Kaupert ? Ich suche ihn schon sehr lange !

  • Manuel
    11.11.2016, 21:37 Uhr.

    Guten Abend Herr Huck,
    Was denken Sie wie viel Zeit bleibt noch um ein authentisches und nicht globalisiertes Kuba zu erleben ? Bis wann sollte man Kuba bereist haben bevor es noch wenig von Miami oder Cancun zu unterscheiden ist.

    Danke

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 22:00 Uhr.

      Kuba bleibt Kuba, heute und morgen. Den Rest gibt’s im Museum. 😉

  • Lena Schröter
    11.11.2016, 21:36 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Huck,

    wie zuversichtlich sind sie um die Nutzung der Potentiale der Agrarflächen von Kuba, im Sinne einer nachhaltigen Nutzung mit biologischen Methoden?

    Ich danke Ihnen für die Antwort, und ihre Beiträge in der Sendung.

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 21:59 Uhr.

      Es fehlt der politische Wille und die notwendigen gesetzlichen Änderungen.

  • Dietmar Herriger
    11.11.2016, 21:34 Uhr.

    guten abend herr Huck.
    ich habe eine frage , und vielleicht kennen sie die jüngsten entwicklungen.
    bei einem besuch auf cuba meinten viele menschen, dass der CUC bald abgeschafft werden würde…

    wie soll das gehen?? die devisen-tourismus – industie und die selbstversorgungs-/ landwirtschaft gleich zu bezahlen.???

    ich habe dazu keine idee…

    beste grüße aus berlin.
    d.herriger

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 21:58 Uhr.

      Es ist ausdrücklich Ziel der kommunistisschen Partei Kubas, eine einheitliche Währung so schnell wie möglich einzuführen. Die Probleme sind immens.

  • Prof. Dr. Winfried Huck
    11.11.2016, 21:34 Uhr.

    Guten Abend

  • Fred
    11.11.2016, 21:33 Uhr.

    Guten Abend Herr Huck, ich versuche seit geraumer Zeit Fertighäuser nach Kuba exportieren.
    Gibt es dafür einen Weg?
    Von der kubanischen Botschaft habe ich nur ein „kein Interesse“ zu höre bekommen.

    Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen Rat geben würden.

    Vielen Dank

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 21:56 Uhr.

      Es gibt immer einen Weg! Bleiben Sie an Ihrer Idee dran.Ich könnte mir gleichwohl vorstellen, dass mobile Behausungen durchaus gefragt sind, vor allem beim Wiederaubau von Siedlungen, die durch einen oder mehrere Tropenstürme (Klimawandel!) zerstört worden sind (Matthew).

      • Fred
        11.11.2016, 22:08 Uhr.

        Vielen Dank für Ihre Antwort.
        Wir hätten bereits Käufer dafür und keine Absatzprobleme.
        Haben Sie vielleicht einen Rat, an wen wir uns in Kuba wenden könnten,
        um alle Info´s wie Zollsätze etc. zu erhalten?
        Ich bin im kommenden Monat wieder in Havanna.

        Vielen Dank

  • Harry Breidenbach
    11.11.2016, 21:32 Uhr.

    Wie kommen Sie auf die Idee, dass China Vorbild sein könnte?
    Die Chinesen haben und bekommen zukünftig noch mehr massive Probleme:
    Umweltverschmutzung, ausgebeutete Wanderarbeiter, massiv unterdrückte Menschenrechte, Abhängigkeit von den Aufträgen und Investitionen des Westens, Schattenbanken- und Immobilienblasen usw….
    Nur ein neuer, eigener Weg mit nachhaltiger langsamer Entwicklung ist m. E. sinnvoll!? Aber ohne unfaires ideologisch begründetes Embargo und Hilfe des Westens?

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 21:51 Uhr.

      Die kommunistische Partei Kubas hat in den Berichten zum VII. Parteitag 2016, inbesondere in den Texten zur Konzeptualisierung des Wirtschafts- und Sozialmodells und in dem Wirtschaftsplan bis zum Jahr 2030 ausdrücklich China und Vietnam als Vorbilder für die Entwicklung genannt.

      • Harry B.
        11.11.2016, 22:15 Uhr.

        Sie haben aber gesagt, jeder könne die Erfolge in China heute sehen, ich meine nur, dass man das deutlich differenzierter sehen kann, wie oben beschrieben? die einmalige Chance besteht ja gerade darin, die Fehler der Raubtierglobalisierung nicht zu wiederholen und sich bei der notwendigen Öffnung nicht an das schnelle Geld zu verkaufen.Sicher wollen die Kubaner eine Öffnung, angelehnt an China und Vietnam, aber interessant wäre zu wissen, was sie dabei alles gelernt haben und anders machen wollen?

  • Bernd
    11.11.2016, 21:32 Uhr.

    Den makro-Beitrag über die Verhältnisse auf dem Land in Cuba hatten Sie schon im vorigen Jahr gezeigt. Schade, daß Sie kein aktuelleres Material ausstrahen. Oder gibt es vielleicht wirklich keine Fortschritte dort?

  • Jasko Catovic
    11.11.2016, 21:31 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Huck,

    ich hatte die Idee auf Kuba eine Mango- Plantage zu kaufen, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das Land einen freien export mittlerweile erlaubt. Ich habe bereits einige Anwälte in Havanna angeschrieben aber bisher noch keine Antwort erhalten. Meine Frau ist Kubanerin und wir sind regelmäßig auf Kuba.
    Ist eine Investition dieser Art auf Kuba denkbar / empfehlenswert?
    Ich wäre Ihnen für Ihre Meinung hierzu sehr dankbar.

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 21:48 Uhr.

      Meines Wissens ist der private Erwerb einer Plantage nicht ohne weiteres möglich, da es sich um sozialistisches Eigentum und in der Regel nicht um privat Eigentum handeln dürfte. Wenn Ihre Liebe größer ist als die Hoffnung auf einen großen Ertrag und einen Return on Investment sollten Sie das tun.

  • Marta
    11.11.2016, 21:31 Uhr.

    Der Gast Professor kennt offenbar die Mentalitat der Kubaner nicht gut genug.
    Allein die theoretischen Kenntnisse der Geschichte Kubas und Lateinamerikas reichen nicht, um die reale Lage der Bevölkerungsgruppen und die tiefe Verwurzelung dieser sozio-kulturellen Identität zu begreifen, die gerade eine Entwicklung und Uberwindung der Ruckstandigkeit auf dem Lande auf Generationen erschweren wird.

    • Frank-Peter Herbst
      11.11.2016, 21:38 Uhr.

      Nun, welcher Ausländer kann von sich behaupten, das Land ganz zu kennen? Bern Wulffen hat es probiert, ich selbst scheitere dauernd, aber das hält mich nicht davon ab, immer wieder zu versuchen, einen Teil zu begreifen und auch Herr Huck bemüht sich. Das finde ich begrüßenswert.

      • Prof. Dr. Winfried Huck
        11.11.2016, 21:44 Uhr.

        Danke, bin weit davon entfernt, alles zu verstehen!

      • Marta
        11.11.2016, 21:45 Uhr.

        Wunderbar, dass Sie so pisitiv aks Orivatmann und Kuba Fan schreiben.
        Nur als Wissenschaftler , vermeintlicher Kuba Kenner sind die Aussagen von Prof. Hauk völlig unzureichend und somit falsch.

      • Marta
        11.11.2016, 21:51 Uhr.

        Wunderbar, dass Sie so positiv als Privatmann und Kuba Fan schreiben.
        Nur als Wissenschaftler , vermeintlicher Kuba Kenner sind die Aussagen von Prof. Hauk völlig unzureichend und somit falsch. So sollte man nicht in 3Sat auftreten. Es ist die Mentalitat dieser Insel, die 60 jährige Isolation der Menschen, die diese Probleme nicht verschwinden lassen und die korrupte Herrschaftsschicht.

    • Kd
      11.11.2016, 21:46 Uhr.

      Wie kann Herr huck dann so erfolgreich sein wenn er sich ihrer Meinung nach nicht auskennt ? Überdenken Sie bitte nochmal ihre Aussage

      • Marta
        11.11.2016, 21:55 Uhr.

        Ganz sicher kennt er sich in seinem Fachgebiet und theorischer internationaker Wirtschaft aus.
        Man muss die Sprache dieser Menschen sprechen, um in die inneren Strukturen der Gesellschaft vorzudringen.

  • Renate Klostermeier
    11.11.2016, 21:31 Uhr.

    Haben Sie eine ERklärung dafür, warum das Land so wenig Fläche landwirtschaftlich nutzt? Man liest von den Resten der Zuckerrohrplantagen oder von besonderen Pflanzen, die schwer auszureißen seien und gleichzeitig normale Landwirtschaft erschweren. Aber es bleibt mir unerklärlich, warum bei dem hohen wissenschafltichen Stand des Landes und den Ernährungsproblemen und dem Projekt der Importsubstitution die Landwirtschaft nicht im Fokus der Planwirschaft steht? Danke für Ihre Bemühungen.

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 21:44 Uhr.

      Grund sind Eigentumsbeschränkungen eines real existierenden Sozialisimusses und die enorm schwierigen Arbeitsbedingungen, fehlende Technik, fehlende Maschinen,fehlende Dünger, zu geringes Eigentum und keine Möglichkeiten der Ausweitung eines höheren Zusatzverdienstes.

  • Fabian W.
    11.11.2016, 21:29 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Huck,
    mich würde interessieren ob sie auch Vorteile in dem aktuell noch bestehenden Sozialismus Kubas (aus wirtschaftlicher Sicht) sehen?

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 21:41 Uhr.

      Ja, freier und fairer Zugang zur Bildung, freie Gesundheitsvorsorge, starke kulturelle Prägung, hohe Lebenserwartung, die sich in dem Platz 67 des Human Development Index zeigt.

  • Maria
    11.11.2016, 21:25 Uhr.

    Guten Abend, ich würde sehr gerne wissen, was Sie mit „typisch Kuba“ verbinden würden (abgesehen von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten.)

    • Prof. Dr. Winfried Huck
      11.11.2016, 21:39 Uhr.

      Typisch Kuba ist Musik: zB El Nino y la Verdad: Dime me quanto!

  • Holger Voss
    11.11.2016, 21:20 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Huck, wie optimistisch kann man aus Ihrer Sicht sein, dass auch der 45. US-Präsident Donald Trump einen Unterschied zwischen dem jetzigen kubanischen Präsidenten Raul Castro und seinem Vorgänger Fidel sieht, auch unter dem Gesichtspunkt, dass es beim zurückliegenden Kuba-Besuch von US-Präsident Barack Obama ja bekanntlich ausschließlich zu einer Begegnung mit dem jetzigen Kuba-Präsidenten Raul Castro und „bewusst nicht“ mit seinem Vorgänger Fidel Castro kam?

  • makro
    makro
    11.11.2016, 19:48 Uhr.

    Liebe Nutzer des makro-Blogs, wir wünschen ein offenes, freundliches und respektvolles Diskussionsklima. Bitte wahren Sie einen fairen und sachlichen Ton. Diese Diskussion wird moderiert und wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsere Netiquette missachten. Vielen Dank!

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