Lebensmittel: Reden Sie mit!

Lebensmittel sind fast nirgendwo billiger als in Deutschland. Bild: dpa

Lebensmittel sind fast nirgendwo billiger als in Deutschland. Bild: dpa

Die Bauern klagen, die mächtigen Handelskonzerne rauben ihnen mit Dumpingpreisen die Existenz. Der Handel behauptet, die Verbraucher verlangen niedrige Preise. Die Verbraucher bezichtigen die Bauern der Tierquälerei.

Tatsache ist: Der Niedrigpreis-Wettbewerb in der Landwirtschaft ist mit Tierwohl und Umweltschutz nicht vereinbar, die Margen im Handel sind extrem niedrig und die Verbraucher sind geiziger als sie sich glauben machen. Deutschland ist heute der größte Fleischexporteur Europas, überdüngt seine Äcker mit Gülle und Kunden zahlen mit die niedrigsten Lebensmittelpreise des Kontinents.

Zu Gast bei makro ist Ulrich Hamm, Professor für Agrar- und Lebensmittelmarketing an der Uni Kassel. Er sagt: „Lebensmittel können bei uns heute nur deswegen so billig produziert werden, weil die Landwirtschaft für viele der in unserer Gesellschaft entstehenden Kosten nicht aufkommen muss.“ Diskutieren Sie mit!

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makro

makro berichtet aus dem globalen Wirtschaftsdschungel. Mit Blick für den Menschen und fürs Detail, aber vor allem auch für die globalen Zusammenhänge. Immer freitags, immer um 21.00 Uhr.

117 Kommentare

  • Antonietta
    28.11.2016, 15:03 Uhr.

    10 Gründe, warum es keinen Fleisch essenden Umweltschützer gibt
    1. Fleisch essen schadet dem Klima
    2. Fleisch essen zerstört den Regenwald
    3. Fleisch essen verringert die Artenvielfalt
    4. Fleischkonsum ist Energieverschwendung
    5. Fleisch zu essen verschwendet Wasser
    6. Die Tierwirtschaft verschmutzt zudem das Wasser
    7. Fleisch essen verursacht dicke Luft
    8. Der Konsum tierischer Produkte laugt den Boden aus
    9. Fleisch essen verpestet den Boden
    10. Fleisch essen ist einfach nicht gerecht

  • Helmut Vogel
    26.11.2016, 8:29 Uhr.

    Werte Leser,
    Die komplexe Thematik aus Massentierhaltung, Ernährung, Gesundheit und Globalisierung ist nicht jedem vertraut. Viele Leute lassen sich verdummen, da sie den Medien blinden Glauben schenken. Ich möchte Ihnen ein Buch empfehlen, das Sie unbedingt mal lesen sollten: „Selber denken macht schlau“, ISBN 978-3-7323-5324-8. Hier sind u.a. die diskutierten Themen und Zusammenhänge erklärt. Es ist ein Buch für alle, die nicht dumm sterben wollen.

  • Ramona
    25.11.2016, 22:33 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Prof. Hamm,

    Wenn die Lebensmittelpreise in Deutschland steigen, bedeutet das nicht auch einen enormen Einbruch für den Export ins Ausland.

    Vielen Dank für Ihre Antwort schon im voraus.

    • Prof.
      04.12.2016, 17:14 Uhr.

      Langfristig kann man nur mit qualitativ hochwertigen Produkten am Weltmarkt bestehen und nicht mit Massenware zu Niedrigpreisen.

  • makro
    makro
    25.11.2016, 22:27 Uhr.

    Das war`s für heute im makro-Blog. Wir bedanken uns für ihr großes Interesse und bei unserem Studiogast, Professor Hamm von der Uni Kassel, für die Beantwortung der vielen Fragen. Natürlich kann noch gerne weiterdiskutiert werden!
    Nächste Woche dreht sich bei makro alles um Russland. Die Sanktionen des Westens und der niedrige Ölpreis halten die Wirtschaft in der Krise. Internationale Investoren, mithin Geld und Ideen, bleiben fern.
    Wir wünschen Ihnen bis dahin eine gute Zeit! Ihr makro-Team.

  • Bettina May
    25.11.2016, 22:14 Uhr.

    Guten Abend Herr Hamm,
    eines gleich vorweg: Ich bin auch Agraringenieurin. Wir wissen doch beide ganz genau, dass die Bodenhaltung immer schon viel schlimmer für die Tiere war, als die Käfighaltung. Die Käfighaltung hat sich nicht erledigt, weil „der Verbraucher das so wollte“, sondern weil sie den Produzenten zu teuer war. Bitte wehren Sie doch dieser unsäglichen Volksverdummung, die aus Unkenntnis auch schon von der Sendung „Hart aber Fair“ betrieben wurde!
    Und helfen Sie doch bitte bei der Aufklärung der Verbraucher über die Bodenhaltung, die allermeisten Verbraucher denken heute immer noch, sie täten den Tieren damit zumindest einen kleinen Gefallen, das zu kaufen, es klingt ja so schön nach „Boden“. Dabei war und ist die Bodenhaltung nach wie vor die allerschlimmste Haltungsform mit der höchsten Besatzdichte.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Bettina May
    P.S.: Ich kaufe seit Jahrzehnten Eier von Bioland etc. Aber machen wir uns nichts vor, auch das ist intensive Tierproduktion. Es ist nur das kleinste verfügbare Übel, aber das ist immerhin ein Schrittchen in die richtige Richtung.
    P.S.S.: Bei Ihrer Forderung nach Deklarationspflichten für Schweine- und Rinderhaltungsformen gebe ich Ihnen absolut recht. Der Verbraucher muss dann aber auch von objektiven Fachleuten informiert werden, was die einzelnen Haltungsformen bedeuten, damit das nicht noch einmal so schief geht, wie bei den Eiern …

    • Klaus Müller
      25.11.2016, 22:18 Uhr.

      Na, das ist ja für mich als Städter interessant!

    • bernhard wening
      25.11.2016, 22:35 Uhr.

      Richtig : Der Konsument wird nach Strich und Faden beschissen!
      Auch Ihre Bemerkung zu der Eierproduktion nach Biolandregeln stimme ich hinsichtlich der Mengeproduktion grundsätzlich zu. Allerdings macht es schon sinn, die Mengenrelationen konkret darzustellen. Mein Bruder hält ca. 800 Lege-Hennen in Wanderställen im Freiland nach den Regel des Biolandverbandes. Das sind viele Tiere – aber doch wirlich ganz was anderes als ein konventioneller Betrieb mit dem 100-fachen und mehr Tieren auf gleicher Fläche. Kommen Sie gerne zum Nachprüfen.

  • Ramona
    25.11.2016, 22:04 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Prof. Hamm,

    Was kann jeder Einzelne von uns machen, um gegen die von Ihnen genannten Probleme im bezug auf billige Lebensmittel und dessen Folgen, entgegen zu wirken?

    • Ferkelfan
      25.11.2016, 22:09 Uhr.

      Jeder kann einfach die vorhandenen Kennzeichnungssysteme nutzen um sich zu informieren was er isst und woher es kommt. Auch der Einkauf im Hofladen oder beim Biobauern umgeht die Druckspirale des Lebensmittelhandels.

      • Stephanie Adler
        25.11.2016, 22:39 Uhr.

        So „einfach“ ist das leider nicht. Welcher Verbraucher blickt noch durch den Label-/Siegeldschungel und erkennt die feinen Unterschiede in den Kriterien? Nicht einmal das Portal siegelklarheit.de der Bundesregierung gibt hier einen transparenten Aufschluss.

        • bernhard wening
          25.11.2016, 23:04 Uhr.

          Es ist schon einfach : Wer Demeter/Bioland/..etc.– Produkte kauft, benötigt keine weiteren Zertifikate. Die Bedingungen sind für die Produzenten einheitlich geregelt und sind im Internet nachlesbar.
          Eingeschränkt, weil schwächer in den strengen Anforderungen , gilt das auch für das EU-Ökosiegel.

          • Stephanie Adler
            25.11.2016, 23:50 Uhr.

            Nun ist aber auch noch ein Tierwohl-Label in Diskussion. Anstatt die Mindeststandards für artgerechte Tierhaltung flächendeckend zu setzen, wird an weiteren Siegeln gebastelt…

  • Hubert Johannes Bauer
    25.11.2016, 21:54 Uhr.

    Nochmals guten Abend Herr Prof. Hamm!

    Was empfinden Sie wenn sie zu hören bekommen das 1 Kg Äpfel einem Bauer nur knapp 0,1-0,12 EURO bringt (konventionell) und übt bei Bioware der Erlös zwar etwas steigt jedoch selbiger später in der Supermarktkette pro KILO um 2,50-3,00 EURO an den Endkunden verkauft wird.

    Meine Meinung:
    Der Zwischenhandel kassiert viel zu viel ab!!!

    Mit freundlichen Grüßen aus Wien

    Hubert Johannes Bauer

    • bernhard wening
      25.11.2016, 22:04 Uhr.

      Diese hohen Gewinnspannen sind in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass es sich im Ökomarkt um ein Nischenhandel handelt.
      Wenn das Verhältnis ( Öko/Konvention.) von 20 /80 auf 80/20 gedreht wird , sind solche Margen nicht mehr möglich.

      • Hubert Johannes Bauer
        25.11.2016, 22:16 Uhr.

        Ich glaube da sind wir in Österreich besser dran als in Deutschland

        Realistisch gesehen glaube ich, dass es in Deutschland irgendwo zwischen 5-10% BIOWARE gibt und nicht mehr.

        Von 20/80 zu reden finde ich daher kurios!

        Besser wäre, dass sich die Politik diesen Wahnsinn mal genauer anschaut und hart durchgreift.

        Auf den Bauern liegt die Last – gezahlt bekommen sie nicht viel oder eindeutig zu wenig.

        Gleichzeitig erwartet sich die Bevölkerung sehr gute Lebensmittel feinstes Trinkwasser etc.

        Schlage vor dringend von den Träumereien munter zu werden und den Bauern mehr Mittel zur Verfügung zu stellen – dann sind selbige auch in der Lage in ihre Betriebe besser zu investieren.

        Kommt ja nicht von ungefähr, dass es weltweit die Situation gibt dass immer wenige Bauern mehr Menschen versorgen – woran liegt das wohl???

        In diesem Fall sehe ich mich als Hardliner, der kein Verständnis dafür hat, dass man alles auf den Bauern „ablädt“ – null Verständnis und Toleranz für die immer schlimmer werdende Problematik im Agrarsektor.

        Irgendwann ist Schluss und es geht nicht mehr – und ich denke der Punkt ist längst überschritten worden wo das Agrarsystem noch „gesund“ läuft

        • bernhard wening
          25.11.2016, 22:25 Uhr.

          mit 20/80 habe ich Prof. Hamm zetiert

          • Hubert Johannes Bauer
            25.11.2016, 22:30 Uhr.

            Gut verstehe ich.

            Ehrlich gesagt ist alles „aus dem Ruder“ gelaufen.

            Knallhart formuliert:

            Wir haben ein pervertiertes Agrarsystem!

            Ich glaube, dass die Situation in Österreich noch wesentlich besser ist als in allen anderen Ländern in der Welt.

            Wirklich gescheit und sinnvoll wäre es das Beste hinsichtlich der Produktion von Lebensmittel als Standard zu setzten und alles andere zu verbieten

        • bernhard wening
          25.11.2016, 22:54 Uhr.

          nun ja, bin selber Bauernsohn, ich kann sie verstehen, allerdings sind die Missstände bei Tier- und Umweltschutz in einigen Regionen D so dramatisch, das extreme Veränderungen zum Schutz von Umwelt, Mensch und Tier dringend erforderlich sind. Heisst, die politischen Rahmenbedingungen für die künftige landwirtschaftl. Produktion müssen ähnlich massiv wie in der Energiewende gänzlich neu ausgerichtet werden.
          Über einige Jahrzehnte müsste die Ökolandwirtschaft durch Steuermittel unterstützt werden. Eine Überlegung die keinen guten Ökonomen oder Staatswirtschaftler vor echten Problemen stellt – wenn ja wenn die hasenfüßigen Politiker niocht wären.

  • Michael R.
    25.11.2016, 21:50 Uhr.

    Ist Massentierhaltung aus ernährungswirtschaftlicher Sicht notwendig in Deutschland?

    • bernhard wening
      25.11.2016, 22:00 Uhr.

      Nein ; keineswegs. Das Gegenteil ist – in den meisten Nahrungsmittel – der Fall. Bsp. Fleisch : Durch geringere Produktionsmengen durch Abkehr von Massentierhaltung und Einführung der Ökoproduktion steigt die Qualität, sinkt die Umweltbelastung , sinkt der Status der Tiequälerei UND : Steigt der Preis .
      Das bedeutet, das der viel zu hohe und gesundheitsgefährdende Fleischkonsum in der Breite deutlich sinkt. Zum Wohle der Gesundheit.
      Wer hat in diesem System Nachteile : Die Massenproduzenten und – Händler verlieren Margen.

      • Klaus Müller
        25.11.2016, 22:07 Uhr.

        Bingo!

      • Armin B-S
        25.11.2016, 22:08 Uhr.

        was bitteschön ist Massentierhaltung!! Und die Biobetriebe die ich kenne halten die Kühe und schweine nicht anders als die Konventionellen!!
        Und ist es nicht so das wenn ein Kuh 9000l Milch gibt nicht unwesentlich mehr frisst wie die 6000 l Biokuh!! Nur das um dann 9000l Biomilch erzeugt zu werden schon 1,5 Kühe benötigt werden die dann warscheinlich das doppelte an Mist produzieren!!!!!

        • bernhard wening
          25.11.2016, 22:23 Uhr.

          Massentierhaltung ist tas. nicht definiert. Hier also auch mein Fehler in der Ungenauigkeit. Allgemein wird aber darunter verstanden, eine Haltung von vielen Tieren auf zu kleinen Raum unter Bedingungen , die wenn nicht durch Gesetze geschützt, den Tatbestand der Tiequälerei erfüllen.
          Theoretisch könnte man sich auch einen sehr großen Viehbestand unter Demeterbedingungen vorstellen – allerdings würde das wohl allen wirtschaftlichen Vorstellungen widersprechen: Denn es gibt dort sehr restriktive Regel, die das erschweren.
          Wenn Sie deartig miserabel wirtschaftenden Ökolandwirte kennen, melden Sie das den Behörden und dem zuständigen Öko-Verband . Denn sollte dort wirklich regelwidrig gehandelt werden , ist das schlichtweg übler Betrug, der auch noch gesundheitsschädlich für gut gläubige Konsumenten ist.
          Die Rechnung mit der Kuh geht nicht auf, da die Folge der Öko-landwirtschaft eine bedeutende Minderproduktion nach sich zieht – wg der einschränkenden Regeln und der höheren Preise.

          • Armin B-S
            25.11.2016, 22:32 Uhr.

            ganz einfach!! um 9000l Milch zu produzieren braucht der Landwirt 1,5 Biokühe und der Erhaltungsbedarf ist in jedem Fall gleich hoch ob Bio oder nicht!! Und d.H. das rechnerisch die Biokuh genauso viel Mist macht wie die Konventionelle!! Aber d.H. auch das pro Liter Milch die Konventionelle weniger Nährstoffe verbraucht bzw. Mist macht als die Biokuh

            • Martin F.
              25.11.2016, 22:43 Uhr.

              Blödsinn

              die Konvikuh bringt 9000L sicher nicht aus dem Grundfutter – da musste noch bislle Kraftfutter zuschießen. 6000L ist aus Grundfutter aber realistisch aber dann bist langsam am oberen Ende.

              Und die Haltungsbedingungen sind doch bissle anders definiert.

              das kann man doch so 1: 1,5 nicht gegenrechnen. Was ist mit Wärmeevaporationshaushalt pro Liter Milch?! – des geht so nicht.

              M

      • Michael R.
        25.11.2016, 22:10 Uhr.

        Warum wurde dann zuletzt in einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts NRW vom 20.05.2016 (Tötung Eintagsküken) festgestellt, dass Massentierhaltung aus ernährungswirtschaftlicher Sicht notwendig ist? Steht hier möglicherweise das wirtschaftliche Interesse des Bundeslands NRW über dem tierschutzrechtlichen Interesse?

        • bernhard wening
          25.11.2016, 22:59 Uhr.

          …..eher liegt dieses Urteil , incl. der Begründung, an eine rein juristische Abwägung verschiedener Gesetze mit Blick Anforderungen aus der Politik. Eine äusserst traurige Angelegenheit .

      • Michael R.
        26.11.2016, 7:20 Uhr.

        Ich stimme Ihrer Argumentation zu und meine wie so oft im Leben „Weniger ist mehr“. Insbesondere hinsichtlich der Gesundheit der Bevölkerung ist nicht zu erkennen, warum Massentierhaltung notwendig sein sollte, da ja bereits aktuell in erheblichem Maße mehr Fleisch konsumiert wird, als von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird. (empfohlener Fleischkonsum pro Jahr = 30 kg/Mann; tatsächlicher Fleischkonsum/Jahr = ca. 80 kg/Mann). Es ist wieder an der Zeit, dass die Gesellschaft „verzichten“ lernt. Das Leben im Überfluss kann keine dauerhafte Lösung darstellen. Es muss wieder mehr Wertschätzung für die „Produkte“ entstehen.

  • Armin B-S
    25.11.2016, 21:47 Uhr.

    Meiner Meinung nach wurde diese Sendung zu einfach gehalten!! Warum müssen wir Landwirte uns immer einreden lassen wir produzieren schlechte Nahrungsmittel!! Wir haben in den letzen Jahren vor allem im Milchsektor viel Geld für ein Tierwohl investiert!!Und Herr Hamm, haben sie mal nachkontrolliert wo in anderen Europäischen Ländern die Nitratgehalte gemessen werden!! In Deutschland wurden nur die „schlechten Messstellen“ zur EU gemeldet! Wenn man alle Messstellen heranziehen würde wäre das Ergebnis mind. genauso gut wie in den anderen Europäischen Staaten!!
    Und 40 % der Messstellen liegen nicht in Landwirtschaftlichen GEbieten sondern unter Wald und Städten!! Wo kommt dann da der Nitratüberschuss her wenn keine Landwirtschaft vorhanden ist??

    • bernhard wening
      25.11.2016, 22:11 Uhr.

      1. Gottseidank sind nicht Alle Flächen in D durch landwirtschaftl. Emmissionen belastet.
      2. Die gewässerbelasteten Stoffe wandern zum einen nach unten in Grundwasserströme und können dort sehr weit wandern. Zum anderen geraten diese Stoffe in die Vorfluter ( Bäche und Flüsse ) und von dort wieder zu weitvon der Eintragsstelle entfernten Orten.
      3. Erkundigen Sie sich im Detail hierzu beim DVGW in Bonn.

      • Armin B-S
        25.11.2016, 22:17 Uhr.

        ach komisch, dann kommt das Nitrat unter den Wäldern und Städten von der Landwirtschaft weit her???

        • bernhard wening
          25.11.2016, 23:20 Uhr.

          .. muss nicht sein, kann aber -das ist u.a. abhängig von Grundwasserströmung.
          Ich empfehle die Auskunft bei den Fachleuten des DVGW, großen Wassergewinnungsunternehmen, oder entspr. Unis.
          Sehr kompliziert ist das nicht. Wasser kann unterirdisch hunderte von Kilometern fließen.

      • Armin B-S
        25.11.2016, 22:20 Uhr.

        und warum wachsen im Bodensee komischerweise die Felchen nicht mehr?? Weil zu wenig Nitrateintrag und somit Algenwachstum ist!! Reden sie die Landwirtschaft nicht immer so schlecht! Am besten wir alle gewöhnen und das Essen ab, dann brauchen wir keine Nahrungsmittel mehr und produzieren keine Gülle und die Menschen keine Fäkalien!!
        Warum gibt es Landwirtschaft?? Um alle zu ernähren!!

        • bernhard wening
          25.11.2016, 23:25 Uhr.

          ich rede nicht die Landwirtschaft schlecht, sondern rede über in der Fachwelt der Wasserwirtschaft allgemein anerkannte Tatsachen.
          Es ist nicht die Landwirtschaft, die einen zu hohen Nitrat- oder Pestizidgehalt im Grundwasser ausmacht, sondern der belastende Stoff selbst.

  • Franz
    25.11.2016, 21:46 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Hamm,

    ich bin Bäkermeister und im elterlichen Betreib tätig. Wir verarbeiten seit 30 Jahren Demeter Getreide. Können Sie mir sagen wie sich das Bäckerhandwerk in den nächsten Jahren entwickelt. Ich denke das die Menschen noch bereit sind Geld auszugeben für gutes Brot. Nur muss es halt erliches Brot also ohne Zusatzstoffe, Enzyme und Emulgatoren sein.

    grüße

    Franz

    • Klaus Müller
      25.11.2016, 21:52 Uhr.

      Dies interessiert mich auch brennend! Woran erkenne ich denn „ehrliches“, also weitgehend zusatzstofffreies Brot? Muss ich unbedingt in den Bio-Laden? Mittlerweile bin ich auch bei Bäckereikleinbetrieben misstrauisch…
      Beste Grüße!

      • Franz
        26.11.2016, 8:58 Uhr.

        Hallo Herr Müller,

        leider muss ich Ihnen sagen, dass viele kleine Bäcker zusatstoffe verwenden. z.B. verwenden Bäcker DAWE (diacetylweinsäureester), dass bewirkt, dass die Teige geschmeidig und Maschinenfähig werden. Bäcker die ohne Zusatzstoffe arbeiten, bewirken dies z.B. mit Vorteigen, Sauerteigen und lang geführten Teige. Es ist leider sehr schwierig zu erkennen, ob ein kleiner Bäcker mit Fertigmischungen arbeitet. Einfach die Verkäuferin fragen ob sie Ihnen die Liste der Zusatzstoffe aushändigen kann. Wir (Ich) lege großen wert darauf unseren (meinen) Kunden erliche Backwaren herzustellen. Meist geht dies Leider nur über strenge Bio vereordnungen. Vorzugsweise Demeter

        grüße Franz

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 22:22 Uhr.

      Bäcker müssen sich als Handwerker am Markt profilieren, indem sie etwas Besonderes anbieten, das der Verbraucher nicht in den Aufbackstationen der Supermärkte erhält. Demeter ist nur ein Schritt; besondere Brote und Backwarenspezialitäten sind ein weiterer.

  • bernhard wening
    25.11.2016, 21:43 Uhr.

    Die massive Unterstützung der Tierquälerei und der dramatischen Umweltverschmutzung in der D Landwirtschaft durch die Politik stellt ein elendes Versagen der Verantwortlichen dar.
    Statt Verantwortung zu Darstellung der Missstand und zu echter Veränderung zu übernehmen, wird die Änderungsverantwortung auf die Verbraucher abgewälzt.
    Vor ca. 40 Jahren wurde , zu Recht , mit wg der Missstände in Industrie und Stromwirtschaft ganz anders gesetzlich durchgegriffen : Innerhalb von 20 Jahren wurden auf ganzer Ebene die Emmissionen auf ein Bruchteil gesenkt .
    Duch klar harte gesetzliche Forderungen .
    Das geht auch in der Landwirtschaft – und muss sein .

    • Armin B-S
      25.11.2016, 22:05 Uhr.

      Herr Wening, haben sie schon mal einen Landwirtschaftlichen Familienbetrieb besucht?? Und mit den Familien persönlich gesprochen??
      Oder kennen sie die Landwirtschaft nur vom Fernsehen und der Bildzeitung??
      Denn sonst könnten sie ihre Behauptung so nicht aufstellen!!
      Die massive Unterstützung der Tierquälerei und der dramatischen Umweltverschmutzung in der D Landwirtschaft

      • bernhard wening
        25.11.2016, 23:35 Uhr.

        Ja, kenne ich bestens . Ich bin Bauersohn aus dem Münsterland. habe von 54 bis 76 auf dem Hof gelebt und viel mitgearbeitet.
        Zwei meiner Brüder sind heute Bauern- sie führen seit Jahren funktionierende Biolandbetriebe. Ich kenne diese , aber auch konventionell produzierende Betriebe.
        Als Ing. in der Versorgungswirtschaft habe ich Kenntnisse und Erfahrung in der wasserwirtschaft. Ich verfolge hier keine wirtschaftl. Interessen.
        Gerne tausche ich mich mit Ihnen auch persönlich aus .
        bernhard.wening@gmx.de

  • Hubert Johannes Bauer
    25.11.2016, 21:42 Uhr.

    Guten Abend Herr Hamm!

    Die Problematik mit den Böden wird immer problematischer, doch es gibt auch gute Ansätze.

    Hier in Österreich verwenden wir für das bessere Pflanzenwachstum spezielle Mikroorganismen welche in den Boden initiiert werden bzw. auch in Verbindung mit einem speziell aufbereiteten Urgesteinsmehl als Blattbehandlung verwendet werden – und alles in sogar noch biologisch zertifiziert und wird jedes Jahr streng kontrolliert.

    Der Effekt der durch den Einsatz der Mikroorganismen zu tragen kommt ist, dass die Pflanzen auch ein wesentlich stärkeres Wurzelwerk ausbilden und somit ausgebrachten Dünger auch besser aufnehmen, stärker wachsen und der Ertrag im Schnitt ca. 20% höher ist.

    Ich frage mich oft warum solche guten Ideen nicht ein jeder Bauer / politisch verantwortlicher kennt.

    Meine Frage daher: Wäre es nicht wünschenswert wenn wir in der EU sind, dass eine Art Datenbank über biologischen Anbau erstellt wird, welcher die besten ökologisch nachhaltigen und sinnvollen Anbaumethoden beinhaltet.

    Ich selbst habe Projekte mit diesen Mikroorganismen in Indien, Bangladesch und auch in Kurdistan (autonome Region Irak) durchgeführt und bin dabei dies auch in afrikanischen Ländern zu forcieren.

    Ich hoffe, dass in naher Zukunft zum Schutz aller Menschen wesentlich stärkere Regeln und Gesetze erlassen werden, da es so definitiv nicht weiter gehen kann.

    Auch bei uns in Österreich ist nicht alles eine heile Welt.
    Erst vor wenigen Tagen wurde in österreichischen Wäldern Proben gezogen wo zuvor Glyphosphat ausgebracht wurde.

    Das erschreckende Resultat war, dass nur 5 Waldhimbeeren welche sich ebenso auf der Fläche befanden und von einem Kind hätten verzehrt werden können zu einer schweren Vergiftung geführt hätten.

    Ich hoffe daher sehr, dass sich dringend etwas ändert

    Mit freundlichen Grüßen aus Wien

    Hubert Johannes Bauer

  • Andrea Schneider
    25.11.2016, 21:41 Uhr.

    Die Komsumenten haben die Wahl und damit die Macht.
    Leider ist es Ihnen aber oft erst auf den zweiten Blick und durch aktives Machforschen möglich die Herkunft oder Inhaltsstoffe zu erkennen. Welche Möglichkeiten sehen Sie dies verbraucherfreundlicher zu gestalten?
    Über die Kennzeichnung hinaus könnten die Verbraucher mehr Einsicht oder Mitbestimmung bei der Produktion von Lebensmittel erhalten durch Bewegungen wie die solidarische Landwirtschaft. Also Vertrauen schaffen denn die Kontrolle der Lebensmittelindustrie ist vom Verbraucher nicht ohne Weiteres umzusetzen.
    Früher konnten Bauern genau sagen wie viele Bewohner sie ernähren können – aber würden wir alle mit gesundem regional angebautem Gemüse versorgen können?

    • Ferkelfan
      25.11.2016, 21:57 Uhr.

      Im Moment könnten wir kaum jemanden mit frischem Gemüse versorgen. Es ist Winter. Wer jedes Lebensmittel zu jeder Jahreszeit zur Verfügung haben möchte, muss auch in Kauf nehmen, dass es schon um die halbe Welt gereist ist.

    • Klaus Müller
      25.11.2016, 22:04 Uhr.

      Die Antwort hat Prof. Hamm ja am Beispiel der Eier verdeutlicht, und Sie haben indirekt im zweiten Satz das Übel dargelegt: Im Laden/Supermarkt kann ich nicht erst recherchieren. Die Kette muss heißen: Wissen – Wahl/Entscheidung – Macht. Eine klare, einfache Kennzeichnung muss durchgesetzt werden. Beste Grüße!

  • Ramona
    25.11.2016, 21:41 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Prof. Hamm,
    Welche volkswirtschaftlichen Folgen, würde eine zukünftige Fortführung des Niedrigpreis-Wettbewerbs in Deutschland haben?

    Vielen Dank für Ihre Antwort im voraus.

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 22:17 Uhr.

      Dass auf Dauer Umwelt und Tiere weiter leiden müssen.

  • Anastasio
    25.11.2016, 21:40 Uhr.

    Ist es richtig das Bio Produkte im Ausland produziert hier im Inland konkurrenzfähiger sind und besser Abgesetzt werden als Produkte aus der Deutschen Bioproduktion . Nur in dem Normal mit Pestiziden hergestellten Produkte sind konkurrenzfähiger da der Personeneinsatz gering gehalten werden kann- und deshalb diese stark Exportiert werden kann und die Bioprodukte vorwiegend Importiert werden da Günstiger durch die geringen Personalkosten im Ausland. Spanien – Italien – Polen usw.
    Das wäre die Frage und wie kann man das umkehren? Bessern…?

    • Ferkelfan
      25.11.2016, 21:47 Uhr.

      Auf den meißten Lebensmitteln steht der Herkunftsnachweis. So kann der Kunde schon jetzt entscheiden ob ein Bio-Apfel aus Nikaragua mehr sinn macht als ein konventioneller aus Deutschland.

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 22:16 Uhr.

      Ja, es werden immer mehr Biolebensmittel importiert. Das hat aber verschiedene Gründe. Der wichtigste ist, dass zu wenige deutsche Landwirte auf den Biolandbau umgestellt haben. Ein weiterer ist, dass eine Reihe von Produkten aus klimatischen Gründen nicht bei uns erzeugt werden können (Kaffee, Bananen etc.). Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Biolandbaus könnte wesentlich größer sein, wenn Bioprodukte aus Deutschland besser gekennzeichnet würden. In einer gerade abgeschlossenen Studie haben wir festgestellt, dass Bioverbraucher deutlich höhere Preise für Bioprodukte aus der Region zahlen (nicht nur mit Worten).

  • roland jost
    25.11.2016, 21:39 Uhr.

    Alle Konsumenten wollen gesunde Lebensmittel, können sie sich aber kaum Leisten.
    Ohne höhere Löhne wären hochwertige und teurere Lebensmittel nicht realisierbar.
    100% Bio ist notwendig.

  • Richard Kuenz
    25.11.2016, 21:39 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Prof. Hamm,

    sind Sie dafür dass Bauern gefördert werden , um auf Biolandbau umzustellen? Sehe Sie eine Tendenz der Chemiebetriebe , die Biolandwirtschaft durch Formen von „verträglichen“ Düngern an sich zu binden? Wie kann man effektivere Kontrollen bei der konventionallen Landwirtschaft garantieren , so dass gefährliche Dünger und Pestizide gar nicht in Umlauf geraten können? Danke

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 22:11 Uhr.

      Zu ihrer ersten Frage ein eindeutiges Ja, denn Biobetriebe erbringen gesellschaftliche Leistungen im Bereich Umweltschutz und Erhaltung der Biodiversität. Noch besser wäre es, wenn konventionelle Landwirte entsprechend der von ihnen verursachten Umweltkosten belastet würden. Auch diese Idee gibt es schon seit vielen Jahren. So haben wir in der Wissenschaft bereits vor 30 Jahren über eine Stickstoffsteuer und eine Pflanzenschutzmittelsteuer nachgedacht. Das war aber bei uns nicht in der Politik durchsetzungsfähig. In anderen Ländern wie z.B. Dänemark gibt es so etwas.

  • Tina Sommer
    25.11.2016, 21:39 Uhr.

    Gibt es denn schon eine Initiative, die sich für die Kennzeichnung von Fleisch (wie im Interview vorgeschlagen wurde) einsetzt?
    Was kann man als Verbraucher tun, damit sich die Entwicklung in diese Richtung beschleunigt?

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 22:07 Uhr.

      Ja, es gibt eine solche Initiative von seiten einiger Bundesländer mit LandwirtschaftsministerInnen der GRÜNEN, die aber keine Mehrheit im Bundesrat erhalten hat.

    • Horst Glaser
      25.11.2016, 22:18 Uhr.

      Hallo liebe Frau Sommer. Es gibt schon Möglichkeiten, wenn sich Bauern und Metzger zusammen tun wie hier im Frankenwald. Der Bund Naturschutz hat es geschafft und die Verbraucher machen mit. Z.B. Das Weiderind und das Strohschwein. Näheres finden Sie im Internet.

  • Marlene Kaplick
    25.11.2016, 21:38 Uhr.

    Guten Abend!

    Bedeutet ein höherer Preis bei Fleisch automatisch, dass das Tier besser gelebt hat? Kann man sich darauf verlassen?

    Hat der Staat wirtschaftliche Interessen daran, die Massentierhaltung aufrecht zu erhalten? Warum werden keine härteren Gesetze erlassen?

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 22:04 Uhr.

      Hohe Preise bedeuten nicht automatisch bessere Qualitäten. Deswegen trete ich dafür ein, dass es ein staatlich kontrolliertes Kennzeichnungssystem gibt, auf das sich Verbraucher verlassen können.

      Der Staat bräuchte zunächst einmal gar keine schärferen Gesetze erlassen, er müsste nur die bestehenden Gesetze besser auf ihre Einhaltung hin überwachen. Denn es gibt eine sehr gute gesetzliche Grundlage, die aussagt, dass Tieren kein unnötiges Leid zugefügt werden darf.

  • Taschkent
    25.11.2016, 21:38 Uhr.

    Werter Herr Hamm,

    warum macht die CDU afrikanische Bauern arbeitslos,weil wir Afrika unsere Milch und Hühnchen-Brust aufzwingen ?

    Bessere Qualität ist kein Argument!;

    Danke !

  • Jochen Schäfer
    25.11.2016, 21:38 Uhr.

    Mal wieder ein wenig differenzierter Bericht über Landwirtschaft. Schade, dass die Landwirte mal wieder als Tierquäler und Umweltverschmutzer dargestellt wurden.

    • makro
      makro
      25.11.2016, 21:45 Uhr.

      Lieber Herr Schäfer,
      offensichtlich haben sie nicht den Beitrag zur Marktmacht des Lebensmittel-Einzelhandels gesehen, oder das Plädoyer unseres Gastes für gut informierte Verbraucher gehört…..
      Redaktion makro

      • Armin B-S
        25.11.2016, 22:14 Uhr.

        ich sehe es ebenso wie Herr Schäfer!!!! Zu einseitig gegen die Landwirtschaft recherchiert!! Besuche sie morderne Ställe und reden sie mit den Landwirten anstatt sie immer und immer wieder zu difamieren!!

  • Angela Dinter
    25.11.2016, 21:37 Uhr.

    Hallo Herr Prof. Hamm,

    vielen Dank für Ihren Beitrag, er entspricht exakt unserer Philosophie. Um eine verpflichtende Haltungskennzeichnung einzuführen bedarf es zunächst der Erfassung und Klassifizierung deutscher Stallsysteme. Könnte dies als Forschungsprojekt in Kooperation mit Länderbehörden erfolgen?

    Angela Dinter, PROVIEH

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 22:00 Uhr.

      Ja, am besten sogar auf Bundesebene.

  • makro
    makro
    25.11.2016, 21:36 Uhr.

    Liebe Zuschauer,
    Herr Prof. Hamm ist jetzt in der Redaktion eingetroffen und beginnt mit der Beantwortung ihrer Fragen. Ein wenig Geduld also bitte.
    Redaktion makro

  • Patrick Fuchs
    25.11.2016, 21:36 Uhr.

    Das Eier-Beispiel zeigt, dass wir Verbraucher bereit sind, für mehr Qualität auch mehr zu zeigen. Gibt es neben Umwelt-Zeichen noch andere freiwillige Siegel oder Hersteller, die sich zu mehr Transparenz oder höheren Standards verpflichten? Bio-mit-Gesicht geht vielleicht auch in diese Richtung.
    Da Bio nicht zwangsweise ökonomisch/ökologisch/sozial sinnvoll ist (zum Beispiel eine Bio-Kartoffel aus Ägypten) interessiere ich mich auch für den konventionellen Markt.

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 21:58 Uhr.

      Das Besondere der Eierkennzeichnung und das Besondere der Biokennzeichnung ist, dass diese staatlich kontrolliert und verpflichtend durchgesetzt worden sind. Darüberhinaus gibt es noch eine Vielzahl von Siegeln, die von Verbänden oder Unternehmen getragen werden. Hier finden sich aber nur die wenigsten Verbraucher in einem wahren Siegeldschungel zurecht. Was aber auf jeden Fall gut ist, sind genauere Angaben zu den herstellenden Landwirten wie z.B. bei Bio-mit-Gesicht.

    • Armin B-S
      25.11.2016, 22:01 Uhr.

      Eier sind leichter zu kennzeichen als verarbeitete Wurst oder Milchprodukte!!
      Wie soll z.B. die Molkerei Milch einsammeln wenn sie in einem Dorf noch einen Landwirt mit 10 Kühen und Anbindehaltung hat und ein Dorf weiter einen anderen mit 150 Kühen im Laufstall!! Haben sie schon mal darauf geachtet das in ihren Nudeln die sie im Laden kaufen gewiss auch nur Eier aus Freilandhaltung enthalten oder doch vielleicht die billigen Käfigeier aus Tschechien oder der Ukraine wo Tierschutz nicht so hochgehalten wird wie von uns deutschen Verbrauchern!!

      • Taschkent
        26.11.2016, 1:39 Uhr.

        Armin B-S und Herr Schäfer,
        natürlich stellt jeder bald die Bauern schlecht dar und als die größten Klimakiller,neben dem Kohlebergbau.

        Die EU klagt schon!

        Natürlich sucht sich das Nitrat-Trinkwasser auch den Weg überall hin und wird dann unter Städten/Wäldern gefunden.

        Hinbeamen kann es sich ja dort hin nicht !

        Negiert doch bitte nicht diesen Fakt !

        60% würde die Regierung zwangsweise Höfe schließen,gäbe es immer noch zuviel (Wegwerf-)Essen bei uns.

        Freiwillig beantragen ja keine 60% Bauern Hartz4,anstatt dafür Subventionen wegzulassen,was Beides aus Steuern bezahlt ist.

        Aus moralischen Gründen lieber Subventionen??? Ne,besser Hartz4 und 40% Bauern machen wenige r „Mist“ !

  • wolfgang russig imker
    25.11.2016, 21:35 Uhr.

    Danke danke für ihre Sendung
    2015 wurde in der sächsischen Schweiz die sprühmittel ausgesetzt plötzlich überleben die Bienenvölker …
    Wann erkennen die Menschen hier krank werden und die Darm und Lymphsystem selbst gelegen der Gesetzgeber muss aktiv werden ….
    Alle eingesetzten planzengifte und Umweltschäden müssen erkäntlich gemacht werden !

    • Dave Goulson
      25.11.2016, 21:55 Uhr.

      Ich habe auch meine Zweifel, ob Neonicotinoide in der Landwirtschaft überhaupt immer durch etwas anderes ersetzt werden müssen. Es mag überraschen, aber der Nachweis, dass der Ernteertrag durch den Einsatz von Neonicotinoide gesteigert wird, ist schwer zu erbringen. Die heutigen Rapsernten sind nicht höher als 1991, als es noch keine Neonicotinoiden gab. Jüngste Studien zum Sojaananbau in Brasilien legen nahe, dass die Farmer kostensparend identische oder sogar größere Erträge erzielen würden, wenn sie vom Einsatz der Neonicotinoide zum Integrierten Pflanzenschutzmittel übergingen.

  • Merri Tich
    25.11.2016, 21:34 Uhr.

    Wann werden denn die Anmerkungen der Haltung an Fleisch und Milchprodukten durchgesetzt werden ? Bzw auf den Produkten zu erkennen ?

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 21:54 Uhr.

      Bis jetzt ist das leider noch nicht erkennbar, denn das Landwirtschaftsministerium in Berlin kann sich mit dem Gedanken genauso wenig anfreunden wie der deutsche Bauernverband.

  • Martin Schodlok
    25.11.2016, 21:34 Uhr.

    Schlachtabfälle der EU zerstören durch ihren subventionierten Export nach Westafrika den dortigen Züchtern die Preise. Sind Flüchtlinge von dort nicht der verdiente Lohn, und sollten für die Integration der Flüchtlinge nicht diejenigen aufkommen müssen, die an den Schlachtabfall-Exporten profitierten?

    • Armin B-S
      25.11.2016, 21:37 Uhr.

      na dann muss unsere Gesellschaft auch wieder Innereien,Siedfleisch, Zunge essen und nicht nur die Edlen Teilstücke vom Rind Schwein und Huhn!

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 21:53 Uhr.

      Ja, die billigen Exporte in afrikanische Länder zerstören die dortigen Agrarmärkte mit der Folge, dass die Landwirte nicht mehr von ihrer eigenen Arbeit leben können. Wenn sich dann einige Landbewohner auf den langen und gefährlichen Weg nach Europa begeben, dann ist das auch eine Folge der europäischen Exportpolitik.

  • Daniel B.
    25.11.2016, 21:34 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Hamm,
    auf die Frage der Moderatorin, wie sich manche Menschen – man bedenke nur das Durchschnittseinkommen – ihr Fleisch bei einer Erhöhung noch leisten können sollten.
    Sie antworteten darauf des öfteren mit dem Beispiel der Gestaltung wie bei Bodenhaltung, Freiland und Bioeiern.
    Gerade die niedrigeren Einkommensschichten greifen eher zu den Boden- bzw. Freilandeiern bei einem Unterschied von ca. 20 Cent ein gutes Gewissen zu erkaufen, für wen lohnt sich das mehr?
    Warum können Landwirtschaftssubventionen nicht umgeleitet werden, nur mehr Biobetriebe erhalten davon etwas?
    Beste Grüße und vielen Dank für ihre Zeit.

    • Daniel B.
      25.11.2016, 21:37 Uhr.

      Ich wollte hinzufügen, es ist schwerlich der Konsum von Eiern mit Fleisch, gleich welcher Herkunft, zu vergleichen.
      Die monatlichen Mehrausgaben für Bioeier dürfte im Vergleich zu Biofleisch marginal ausfallen.

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 21:50 Uhr.

      Es gibt für Verbesserungen immer zwei Möglichkeiten: Der Staat verschärft die Normen für den konventionellen Landbau und subventioniert die Umstellung auf den ökologischen Landbau und/oder die Verbraucher stellen ihr Einkaufsverhalten um. Letzteres geht sehr viel schneller und unmittelbarer als dass der Staat neue Gesetze erlässt. Die Einkommensproblematik kann nur über ein anderes Sozialsystem angegangen werden.

      • Daniel B.
        25.11.2016, 21:52 Uhr.

        Die Schlussfolgerung laß ich bereits in ihrem vorherigen Kommentar. Danke für ihre weitere Ausführung.
        Schade und eine Kritik an 3sat, das dieses Thema zentrale Thema nicht näher beleuchtet wurde.

        • makro
          makro
          25.11.2016, 21:59 Uhr.

          Lieber Daniel B.,
          leider können wir in der zur Verfügung stehenden halben Stunde diese komplexe Thematik nur anreisssen und einen Impuls zu weiteren Diskussionen / eigenen Überlegungen geben.
          Redaktion makro

          • Daniel B.
            25.11.2016, 22:19 Uhr.

            Eine Nachfrage der Moderatorin, betreffend der Problematik der „Eier-Antwort“ hätte weder die 30 Minuten gesprengt noch diese „Ultima Ratio“ eines Experten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen indirekt bekräftigt.

      • bernhard wening
        25.11.2016, 23:14 Uhr.

        Herr Prof. Hamm ,

        das EK-Verhalten führt nur theoretisch zu schnelleren Ergebnissen.
        In der Praxis ist aber wg der unglaublich niedrigen Endverbraucherpreise eine schnelle breitangelegte Änderung langfristig nicht erwartbar.
        Eine schnelle und restriktive gesetzliche Regelsetzung ist m.E. die einzige Möglichkeit zeitnah zu spürbaren positiven Veränderungen zu kommen.
        Als Bsp. können gelten : Der Sicherheitsgurt, der Katalysator, So² – Wäsche in Kraftwerken..etc.

  • Andreas Harke
    25.11.2016, 21:33 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Professor Hamm,
    grundsätzlich teile ich Ihre Argumente und Ansichten komplett.
    Allerdings sagten Sie gerade im Beitrag, dass der Verbraucher entscheiden können muss, welches Produkt er wählt. D.h. dann aber automatisch, dass es eine 2 oder Mehrklassengesellschaft, was Ernährung angeht, geben wird: diejenigen, die sich z.B. Öko- oder Freilandfleisch leisten können und diejenigen, die das nicht können. Wenn aber die Preise dann zwangsläufig gessamthaft nach oben gehen (Sie hatten das Beispiel der Eierkennzeichnung genannt), dann bleiben bestimmte Schichten unserer Gesellschaft auf der Strecke. Wie soll das sinnvoll gelöst werden?
    Herzlichen Dank für eine Antwort und viel Erfolg bei Ihren weiteren Bestrebungen unsere Lebensmittelqualität zu verbessern.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Andreas Harke

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 21:46 Uhr.

      Das kann nur durch ein besseres Sozialsystem gelöst werden, damit sich auch ärmere Verbraucherschichten sich und ihre Kinder vernünftig ernähren können.

  • Stephanie Adler
    25.11.2016, 21:33 Uhr.

    Guten Abend Prof. Hamm,

    eine Studie (die mir leider nicht bekannt ist) hat wohl ermittelt, dass bei einer Umstellung der gesamten Tierhaltung in Deutschland auf artgerechte Tierhaltung die Preise für die Produkte lediglich um 30 Prozent steigen würden. Gleichzeitig wäre auch ein geringerer Fleischkonsum notwendig. Was sagen Sie dazu? Das sollte doch machbar sein, oder nicht?

  • bernhard wening
    25.11.2016, 21:33 Uhr.

    Herr Prof. Hamm, Ihr Engagement verdient Respect,
    Aber die Aussage vorhin, dass mit der Ökologischen Landwirtschaft nicht Alle ( ich verstand darunter die Mehrheit der Umwelt- Tierschutzprobleme in der Landwirtschaft) zu lösen sind.
    Das ist so nicht korrekt. Auf der mittel – und langfristigen Zeitschiene und mit der richtigen , scharf formulierten Gesetzgebung ist die Ökolandwirtschaft genau das : Die richtige und zukunftsweisende vor Allem : machbare Lösung.

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 21:45 Uhr.

      Auf einer sehr langfristigen Zeitschiene wäre das wohl das Optimum. Es ist aber nicht in den nächsten 10 Jahren zu erreichen, denn so schnell können nicht alle Landwirte umgeschult werden und neue Ställe gebaut werden.

      • bernhard wening
        25.11.2016, 21:50 Uhr.

        Vielen Dank, diese Einschränkung hätte ich vorhin in der Sendung sehr gerne von Ihnen gehört.
        Würde mich sehr freuen, wenn Sie / Ihr Institut dieses Postulat wirksam Richtung Politik und Wahlvolk/Konsumenten kommunizieren würden.

  • Fabian
    25.11.2016, 21:32 Uhr.

    Sehr geehrter Herr Prof. Hamm,

    auch ich befuerworte Bioprodukte, kaufe sie allerdings meistens beim Discounter. Da sie allerdings deutlich billiger als im Bioladen sind, stellt sich mir die Frage, wie sich dieser Preisunterschied erklärt. Wird gegebenenfalls doch nicht gänzlich auf Pflanzenschutzmittel verzichtet? Werden Landwirte eventuell zu sehr unter Druck gesetzt?

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 21:43 Uhr.

      Discounter bieten nur wenige Bio-Lebensmittel an, die in großen Mengen verkauft werden und deswegen können sie billiger anbieten als kleine Läden, die viele verschiedene Bio-Lebensmittel verkaufen. Von den geringeren Handelsspannen bei Discountern profitieren Verbraucher, aber auch Landwirte. Die EU-Bioverordnung bietet die Gewähr, dass die Bio-Lebensmittel im Discounter genauso gut kontrolliert worden sind wie die Bio-Lebensmittel in anderen Läden.

      • Fabian
        25.11.2016, 21:59 Uhr.

        Vielen Dank für Ihre Antwort!

  • Ludwig
    25.11.2016, 21:32 Uhr.

    Sehr gute Sendung! Danke!

    • makro
      makro
      25.11.2016, 21:33 Uhr.

      Gerne!

      • Daniel B.
        25.11.2016, 21:45 Uhr.

        „3. Unser Gast wird sich bei der Beantwortung von unten nach oben vorarbeiten.“
        Bitte dann selbst beachten oder unter Verwendung einer redaktionellen Kennzeichnung posten.

        • Daniel B.
          25.11.2016, 22:01 Uhr.

          Nehm alles zurück, ist gekennzeichnet.
          Bin neu hier, die erste Antwort kam von ‚macro‘ und ich dachte, das das auch bei Herrn Hamm auch unter selben Account wäre. Mein Fehler – Freitag Abend – mir sei’s verziehn 😀

          • makro
            makro
            25.11.2016, 22:06 Uhr.

            🙂 Alles gut.

  • Bernhard Loock
    25.11.2016, 21:31 Uhr.

    Guten Tag.
    Bei aller Zustimmung zu der Notwendigkeit von Auswahlmöglichkeiten für den Verbraucher durch genauere Kennzeichnung von z.B. Fleisch, heißt dies im Umkehrschluss dass ärmere Verbraucher zum Verzehr von potentiell gesundheitsschädlichen (Antibiotika, Verunreinigungen etc.) genötigt werden. Ist nicht eine Umwälzung der enstehenden Gemeinschaftskosten (Grundwasser, Gesundheitssystem) auf Händler und Hersteller wirtschaftlich effizienter und gesellschaftlich wünschenswerter?

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 21:40 Uhr.

      Die Alternative wären Umschichtungen in unserem Sozialsystem.

    • Klaus Müller
      25.11.2016, 21:46 Uhr.

      Auch diese Schichten könnten hochwertiges Fleisch essen, nur vielleicht nicht täglich. Und bei Weglassen des Tabaks oder Einschränken dessen Konsums sogar dreimal täglich. Beste Grüße!

  • Leandro
    25.11.2016, 21:30 Uhr.

    Stellt Terra Preta eine Lösung für die Böden in der Landwirtschaft dar? Langfristige Nutzung könnte theoretisch so ermöglicht werden?

    • Horst Glaser
      25.11.2016, 21:43 Uhr.

      Ja auf jeden Fall, aber diese vedammten Lobbyisten wissen das zu verhindern.

  • Bernd
    25.11.2016, 21:30 Uhr.

    Guten Abend,
    wären Biogasanlagen kein vernünftiger Entsorgungsweg für Gülle und Mist?
    Mfg
    Bernd

    • Armin B-S
      25.11.2016, 21:40 Uhr.

      Durch Biogasanlagen werden Mist und Gülle nicht weniger!! Aber aus der Gülle kann positiv und Umweltschonend Energie(Strom und Wärme)entstehen

      • Bernd
        25.11.2016, 21:45 Uhr.

        Richtig. Mist und Gülle müssen dann eben nicht mehr auf den Feldern ausgebracht werden und das Grundeasser ist nicht mehr belastet
        Also machen!!

        • Armin B-S
          25.11.2016, 21:53 Uhr.

          eben nicht!! Die Gülle wird trotzdem auf dem Feld ausgebracht nur wurde eben durch Bakterien Methangas gebildet um einen Motor zu betreiben der Strom erzeugt!! Und warum soll Gülle Schädlich sein für die Böden!! Das ist Nachhaltigkeit!! Durch Ernte werden dem Boden Nährstoffe entzogen, was über die Gülle wieder auf den Acker zurückgebracht wird!! Ohne Düngung verarmt der Boden und die Erträge werden immer kleiner!!
          Wir hatten noch nie solche ertragreiche Böden wie jetzt!!
          Ohne Gülle und Mist verhungern auch die Bodenlebewesen, Bakterien Würmer usw.

          • Martin F.
            25.11.2016, 22:35 Uhr.

            Hallo Armin,

            so kann ich dass als praktizierender Biolandwirt leider nicht stehen lassen. Das Problem ist ja nicht Gülle oder Mist per se, sondern Zeitpunkt der Ausbringung und dessen Verfahren – insbesondere die Menge und die Aufnahmefähigkeit der hoffentlich stehenden Kultur.

            Viel hilft nicht immer viel!
            Und unsere Böden waren noch nie so einseitig bewirtschaftet wie in unserer Zeit – N-P-K wird mit Mineraldünger hochgezogen und die Mikrobiologie des Bodens wird mit Überdüngung (Gülle zum falschen Zeitpunkt z.B. auf Maisstoppel vor Winterfurche – die gibt’s – aber auch mit ich sag mal über motiviertem Einsatz von Totalherbiziden belastet.

            glaub mir – wir müssen was ändern!!

            liebe Grüße Martin

      • bernhard wening
        25.11.2016, 21:47 Uhr.

        …. Aber umweltschonend ist das nur am Ende dieses Kreislaufes. Der gesamt-Kreislauf ist wg der großen Enstehungsemmissionen nicht mehr ins positive zu drehen

        • Armin B-S
          25.11.2016, 21:55 Uhr.

          am besten wir alle auf der Welt gewöhnen uns das Essen ab!!
          Dann müssen wir auch nicht mehr auf Toilette wo doch unser Klärschlamm teuer verbrennt werden muss!! Ist das nicht auch schädlich für die Umwelt!!
          Alle reden nur von Tierischen Exkrementen aber was ist aus den Abwässern die wir Menschen produzieren!! Toiletten, Badwasser(Chemiezusätze) usw.!!

          • bernhard wening
            25.11.2016, 23:46 Uhr.

            es wird in der Fachwelt viel mehr über menschliche , als über tierische Abfälle gesprochen. Es wird halt nur in den medien aktuell stärker dargestellt – nicht zuletzt, weil auch die Plolitik dieses Thema aufgreift

  • Andre Wokittel
    25.11.2016, 21:30 Uhr.

    Glauben Sie die Schweizer Eidgenossen haben mit Ihrem Modell des eher hochwertigen einheimischen Fleisches einen Weg eingeschlagen, der nachhaltiger ist als der der EU? Denken Sie generell Fleisch sollte viel teurer sein – ein Luxusgut also, um so den Verzehr und die Herstellung einzudämmen und nachhaltig zu wirtschaften?

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 21:39 Uhr.

      Ja, die Schweiz hat viele Sachen besser umgesetzt als wir in der EU, was das Tierwohl anbelangt und dementsprechend trete auch ich dafür ein, dass man lieber etwas weniger Fleisch isst und dafür hochwertigeres. Die Ernährungswissenschaftler sagen uns schon lange dass der hohe Fleischverbrauch nicht gut für unsere Gesundheit ist. Also lieber weniger und dafür hochwertiger!

  • Christian Temme
    25.11.2016, 21:28 Uhr.

    Wie sehen Sie in Zukunft die Chancen für Biobiere?
    Warum klappt es auch hier bisher nicht mit einem zunehmenden Absatz und Export ins Ausland?
    Ist der Verbraucher hier überhaupt aufgeklärt über den Unterschied zu konventionellen Bieren nach Reinheitsgebot?

    • Prof. Hamm
      25.11.2016, 21:36 Uhr.

      Bier unterscheidet sich nicht von anderen verarbeiteten Lebensmitteln, was die Herkunft der Rohstoffe aus dem Ökolandbau anbelangt. Das Reinheitsgebot kann dort genauso durchgesetzt werden wie für konventionelles Bier.

  • makro
    makro
    25.11.2016, 17:25 Uhr.

    Liebe Nutzer des makro-Blogs, wir wünschen ein offenes, freundliches und respektvolles Diskussionsklima. Bitte wahren Sie einen fairen und sachlichen Ton. Diese Diskussion wird moderiert und wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsere Netiquette missachten. Vielen Dank!

    • Jochen Stührmann
      25.11.2016, 21:36 Uhr.

      Alles plausibel, was ich jedoch regelmäßig vermisse, ist der Blick aufs Ausland. Wie werden die Herausforderungen dort angegangen? Welche Folgen hat es, dass zB. in Frankreich deutlich mehr als 16% des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben werden?

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