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Blog der makro-Redaktion

Saaten: Reden Sie mit!

161216_mak_genver_soja_n#dpa Schon lange gewinnen Bauern nicht mehr ihr eigenes Saatgut. Das ist längst zum Geschäft von Züchtern geworden. Allen voran Bayer/Monsanto, Syngenta und DuPont.

Zu dieser Entwicklung hat in den 60er Jahren die „grüne Revolution“ beigetragen. Damals halfen Hybridzüchtungen und die Herstellung von Hochertragssorten in den Entwicklungsländern den Hunger zu bekämpfen. Doch ihre Verbreitung führte auch dazu, dass Saatgut im Rahmen einer industrialisierten Landwirtschaft eine profitable Unternehmung wurde.
Das hat fatale Folgen: Die Oligopole einiger Anbieter können dazu führen, dass armen Landwirten der Zugang zu Saatgut, einem für sie lebenswichtigen Produktionsmittel, verwehrt wird. Und sie können dazu führen, dass die Lebensmittelpreise steigen, wodurch die Lebensmittel für die Ärmsten noch weniger verfügbar werden. Ganz zu schweigen von der Biodiversität.

Zu Gast bei makro ist der promovierte Tierarzt Christoph Then. Er beschäftigt sich seit etwa 20 Jahren mit aktuellen Fragen der Gen-und Biotechnologie und ist gegen Patente auf Saatgut.
Diskutieren Sie mit. Muss das Saatgut genverändert und hocheffizient sein? Oder eher divers und angepasst!

Russland: Reden Sie mit!

Russlands Präsident Wladimir Putin. Bild: reuters

Russlands Präsident Wladimir Putin. Bild: reuters

Make Russia great again – das ist das Ziel des Kreml. Genau wie in der Außen- und Sicherheitspolitik setzt Moskau auch in der Wirtschaft auf eigene Stärke. Dabei ist dieser Isolationismus gerade der Grund der ökonomischen Misere.

Klar, der niedrige Ölpreis reißt Löcher in den Haushalt und die Sanktionen schaden. Aber das eigentliche Problem der russischen Wirtschaft sind mangelnder Wettbewerb und fehlendes Knowhow. Statt Wettbewerb werden Putin-treue Oligarchen protegiert; das Knowhow sitzt im Ausland und wird durch staatliche Willkür verschreckt.
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