Präsident Trump: Reden Sie mit!

Amerikanische Flagge vor dem Washington Monument. Bild: ap

Amerikanische Flagge vor dem Washington Monument. Bild: ap

Präsident Donald Trump werde mit seiner Wirtschaftspolitik grandios scheitern. Da sind sich die Experten einig. Das Ding ist nur: Es sind die gleichen Experten, die bereits den Wahlsieg Trumps nie für möglich gehalten hatten. Was also, wenn Trump Erfolg hat?

Fakt ist, es soll ein gigantisches staatliches Investitionsprogramm in Infrastruktur geben. Trump will die Unternehmenssteuern drastisch senken. US-Firmen könnten dann endlich, so die Erwartung, die aufgelaufenen Gewinne ihrer Auslandstöchter in die USA überweisen. Noch mehr Geld für Investitionen. Und Trump will staatliche Regulierung kippen. Weniger Regulierung, höhere Gewinne, noch mehr Investitionen.

Und der Protektionismus? Der trifft das Ausland eh stärker als die USA. Langfristig ist der ausgeplünderte Staat bei forcierter Abschottung in einer vernetzen Welt ein Rezept zum Scheitern, aber für ein paar Jahre könnte es in Amerika richtig brummen. Das reicht dann bis zur Wiederwahl.

Zu Gast bei makro sind Matthias Fifka, Professor für Betriebswirtschaftslehre, und der Entwicklungsökonom Prof. Robert Kappel. Diskutieren Sie mit!

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makro

makro berichtet aus dem globalen Wirtschaftsdschungel. Mit Blick für den Menschen und fürs Detail, aber vor allem auch für die globalen Zusammenhänge. Immer freitags, immer um 21.00 Uhr.

37 Kommentare

  • Donald Trump
    12.03.2017, 10:44 Uhr.

    Vermutlich wird er die Mauer zu Mexiko bauen lassen um seinen Kumpels ein paar Bauaufträge zukommen zu lassen.
    Wird seinem Kontostand gut tun…
    http://live-counter.com/donald-trump-verdienst/

  • Ronald Starck
    20.01.2017, 22:06 Uhr.

    Aus meiner Sicht ist die Strategie Trumps noch um Einiges gefährlicher, als wir gerade ohnehin befürchten. Wie wir wissen, stehen sich Hr. Putin und Hr. Trump deutlich näher. Wenn sich Hr. Trump nun von Europa abwendet, findet er einen neuen Markt in Russland und dessen wirtschaftlicher Föderation. Somit verhilft Hr. Trump sehr wahrscheinlich Hr. Putin dazu, dass die neue Weltordnung von diesen beiden Staaten bestimmt wird. Damit ist die Stunde gekommen, wo Europa erntet, was es mit den Sanktionen gegen Russland gesät hat. Wir Alle werden wohl nun spüren, was die europäische Arroganz begonnen hat. Bis zur Ukraine Krise waren wir mit Hr. Putin sozusagen „befreundet“. Er hat auch lange zugesehen, wie sich die NATO entgegen den Absprachen der 90’er Jahre stets weiter nach Osten erweitert hat. Das ist der Ursprung der Ukraine Krise und somit dessen Sanktionen. Wenn nun die Regierung Trump einen Schulterschluss mit Putin vollzieht und Gaspiplines durch die Türkei verlaufen, können wir uns „warm“ anziehen. Sicherlich wird auch Großbritannien nach dem Brexit ein starker Handelspartner für den USA und Russland werden. Vermutlich ist das auch der wahre Grund für den harten Brexit von Fr. May. Mir ist noch nicht wirklich klar, wie Europa das kitten will. Für Vorschläge bin ich wirklich dankbar.

    • Henrik Müller
      20.01.2017, 22:18 Uhr.

      Ich stimme Ihnen zu, Europa hat sich Russland und Putin gegenüber arrogant verhalten und sich obendrein massiv geschadet. Putin wiederum erweist sich immer mehr als hoch intelligenter und strategisch versierter Staatsmann, der vorausschauend denkt und handelt. Das ständige am Rockzipfel der USA hängen unserer EU Politiker erweist sich nun als Fehler. Die EU macht global gesehen nicht den Eindruck eine gültige Stimme zu sein und wird dadurch auch oft nicht Ernst genommen. Siehe dazu auch die Türkei und Herr Erdogan.

      • Ronald Starck
        20.01.2017, 22:45 Uhr.

        Da stellt sich nun die Frage, ob unsere Politik für diese Situation Antworten findet. Ich fand es sehr plump vom Fr. Merkel, unmittelbar nach der Wahl von Hr. Trump den moralischen Zeigefinger zu heben. Eine einfache, vielleicht knappe, Gratulation ohne weiteren Kommentar, wie es andere Staatsmänner gemacht haben, wäre taktisch klüger gewesen. Für mich steht Eines fest. Europa, und Deutschland sollten mit wirtschaftlichen Denken an die Politik mit den USA herangehen und um gemeinsame Ziele bemüht sein. Wichtig wäre, zu überlegen, worin Europa und Deutschland seine Attraktivität für die USA darstellen können. Das ist aus meiner Sicht wichtiger als nun europäische Rüstungspolitik voran zu bringen. Vorstellen könnte ich mir auch eine engere Verbindung zu asiatischen Ländern und Schaffung einer eigenen Computerarchitektur in Hard- & Software. (Das klingt jetzt vielleicht sehr nischenorientiert, aber nach der Globalisierung und Abkehr von den USA ist die Investition in Technologien, wie es in Amerika im Silikon Valley stattfindet, elementar). Wir müssen uns unbedingt für Freigeister öffnen und Ihnen den Weg ebnen, statt durch Lobbyismus unserem eigenen Fortschritt im Wege zu stehen.

        • Henrik Müller
          20.01.2017, 23:16 Uhr.

          Herr Starck, Sie sprechen mir aus der Seele und Ihr Eindruck ist auch meiner. Europa hat sich selbst gefesselt und Frau Merkel sieht ihre Hauptaufgabe in der Durchsetzung der Interessen von den großen in Deutschland tätigen Konzernen, was wiederum zu einer Art Starre führt, die eine kreative Herangehensweise an die Herausforderungen der Zeit verhindert. Wie Sie schreiben, haben wir in Europa nichts was mit einem Silikon Valley vergleichbar wäre, obwohl es meiner Einschätzung nach sehr wohl die richtigen hellen Köpfe in Europa gibt um solche Projekte zu realisieren, die gehen aber derzeit lieber nach Kalifornien. Ich bin selbst in einem großen deutschen Konzern tätig und kann Ihnen sagen, dass meiner Einschätzung nach die traditionell streng hierarchische Führung von diesen Unternehmen, die keinerlei Kreativität zulässt, sondern streng auf Befehlsausführung von oben nach unten ausgerichtet ist, früher oder später zu deren Verschwinden führen wird. Auch hier sehen wir ähnliche Phänomene wie in der großen Politik. Die Änderung im eigenen System ist praktisch unmöglich, denn die entscheidungsbefugten Manager müssten sich selbst abschaffen oder wenigstens in Ihrer Macht beschneiden und das werden Sie bis zum bitteren Ende nicht tun wollen, im Glauben, dass es schon irgendwie weitergehen wird, weil wir ja so groß und mächtig und unfehlbar sind. Ein dazu passender Spruch ist die Arroganz schlechthin: „we are shaping the market“ also die Herrn Manager bilden sich ein, sie könnten bestimmen, was die Kunden wollen.

          • Ronald Starck
            23.01.2017, 8:43 Uhr.

            Eine Frage. Sind Sie der Autor des Buches „Wirtschaftsirrtümer: 50 Denkfehler, die uns Kopf und Kragen kosten“? Wäre es Ihnen recht, wenn wir unseren Dialog anderweitig fortsetzen?

            FG Ronald Starck

  • Silvia Schuler
    20.01.2017, 21:59 Uhr.

    Wann begreifen wir denn endlich, dass der Weg der Wirtschaft der letzten Jahrzehnte mit rasend schnell fortschreitender Globalisierung, Freihandelsabkommen und einer unkontrollierbaren Verselbstständigung der Finanzmärkte zu dem Desatster geführt hat, vor dem wir jetzt stehen? Wenige multinationale Konzerne und Superreiche sind die Gewinner dieser Politik und Mittelstand und „die kleinen Leute“ die Verlierer. Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Das fürht zu Unzufriedenheit und triebt rechten Populisten die Wähler in die Arme. Wir brauchen ein wirklich neues Wirtschaftsdenken mit Sozial- und Umweltstandards – und das weltweit. Es geht nicht, dass ein paar multinationale Konzerne, ein Großteil des Geldes auf der Welt horten und keine Steuern zahlen, weil sie ihr Geld ganz legal in Steueroasen parken und ihre Arbeiter ausbeuten, indem sie in Ländern mit niedrigen Sozial- und Umweltstandards produzieren.

    • Henrik Müller
      20.01.2017, 22:44 Uhr.

      „Wir“ haben es ja schon begriffen, die Frage ist ob „die“ etwas daran ändern wollen. Wobei „die“ wiederum teilweise der Wählerschaft selbstlaufende Zwänge sind (Stichwort Hamsterrad und Konsumzwänge). Interessant wäre wohl wenn bei uns eine politische Kraft eine Vision formulieren würde, die eine nachhaltige Zukunft verspricht, aber auch zeigen würde, worauf wir dann verzichten müssten, also auf PlastikwegwerfelektroniksmartflachTVgensuperkuhmilchschwemmebilligschnitzelmassenfernurlaubvielfliegerei3EuroTshirtPSMonsterautokonsumwahnsinn. Wer von uns würde tatsächlich diesen Müll gegen einen Arbeitsplatz in einem regionalen Wirtschaftskreislauf, Biogemüse, reine Luft, sauberes Wasser, Urlaub im Nachbarbundesland, usw. tauschen, wenn er dafür auf den Globalkonsumwahnsinn verzichten müsste. Ich würde gerne verzichten und tue es jetzt auch schon freiwillig, weil es mich nicht mit Freude erfüllt, aber ich fürchte die Mehrheit will das noch immer nicht.

  • makro
    makro
    20.01.2017, 21:56 Uhr.

    Das war`s für heute im makro-Blog. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und bei unseren Studiogästen, Prof. Robert Kappel und Prof. Matthias Fifka, für die Beantwortung der Fragen.
    Die nächste makro-Sendung sehen sie am 27. Januar zum Thema „China Beben – Wirtschaftsriese in der Krise“
    Bis dahin eine gute Nacht und ein schönes Wochenende.

  • Cristian Adaui
    20.01.2017, 21:54 Uhr.

    „To make America great again“ möchte Herr Trump eine Mauer mit Mexiko bauen. Denken Sie, dass eine solche Initiative tatsächlich verwirklich wird? welche wirtschaftliche Konsequenzen prognostizieren Sie von solche politische Maßnahmen im Bezug auf die wirtschaftlichen Beziehungen mit Mexiko und anderen lateinamerikanischen Ländern?

    • Matthias Fifka
      20.01.2017, 21:59 Uhr.

      Lieber Herr Adaui, es wird keine Mauer geben, schon aus Kostengründen. Da bin ich mir sehr sicher. Zölle sind natürlich noch einmal eine andere Frage. Allerdings ist auch das nicht einfach. Trump müsste erst einmal, was Mexiko betrifft, NAFTA aufkündigen. Da gibt es eine sechs monatige Kündigungsfrist. Wenn er dann die Zölle anhebt, müsste er das für alle anderen Länder auch tun, gemäß dem Prinzip der Meistbegünstigung der WTO. Wenn er das bricht, kommt es zu Strafen, Gegenzöllen, dann wäre es wirtschaftlich fatal.

  • Robert Kappel
    20.01.2017, 21:50 Uhr.

    Ich danke für die interessanten Kommentare. Regen an zum Nachdenken und können in einer kurzen Sendung nicht wirklich alle behandelt werden.

  • Henrik Müller
    20.01.2017, 21:43 Uhr.

    Trump hat meiner Ansicht nach den wunden Punkt getroffen und das in Worte gefasst, was sich mittlerweile die gefühlte Mehrheit der Bevölkerung der westlichen Hemisphäre denkt: Die Globlalisierung hat für Angestellte, Arbeiter, Bauern und den Großteil der KMUs (Vorzeigeprojekte natürlich ausgenommen) wesentlich mehr Nachteile als Vorteile gebracht und zwar in allen Belangen, Beschäftigung, Umwelt, Nachhaltigkeit, sozialer Friede, Sicherheit und am allermeisten beim Geldsystem, von dem wiederum praktisch alles was unserer westlich geprägten Wohlstandsgesellschaft wichtig ist abhängt.

    Die große Frage, die sich mir stellt ist nun, ob Trump es ehrlich meint und wenn ja, ob er sich durchsetzen kann, oder ob er nur eine weitere Marionette desselben Systems ist, eine temporäre Beruhigungspille für das aufgebrachte Volk. Dann würde abgesehen von kosmetischen Änderungen der Zug weiter in die programmierte Richtung fahren. Also Vorrang für transnationale Konzerne und deren Interessen und die sind nicht am Wohl von Regionen, Nationen und deren Bevölkerung orientiert, sondern hauptsächlich an der Profitmaximierung, die global umgesetzt wird.

    • Matthias Fifka
      20.01.2017, 21:48 Uhr.

      Danke für diesen wertvollen Kommentar. Sie treffen alle wichtigen Punkte. In der Tat haben wir in den USA einen großen Teil der Bevölkerung – die working class – die sich abgehängt fühlt, vor allem wirtschaftlich. Sie sieht sich – auch nicht zu unrecht – als Verlierer des industriellen Wandels und der Globalisierung. Ein identisches Phänomen zum Brexit.

      Trump hat diesen Menschen versprochen, wieder Arbeitsplätze in der Industrie ins Land zu holen, aber das wird nicht umfassend gelingen, von einigen kleinen „Symbolerfolgen“ einmal abgesehen. So lange Menschen in anderen Teilen der Welt für den Bruchteil des Lohns eines amerikanischen Industriearbeiters arbeiten, wird es keinen Jobboom in der amerikanischen Industrie geben. Und auch durch Zölle kann dieser nicht erreicht werden.

    • Matthias Fifka
      20.01.2017, 21:52 Uhr.

      Vielleicht noch ein Nachtrag: Es kann gut sein, dass Trump nach vier Jahren gar nicht mehr antritt. Zum einen wird es eine große Enttäuschung geben, weil er das, was er versprochen hat, nicht erreichen wird. Zum anderen ging es ihm darum zu beweisen, dass er Präsident werden kann. Das hat er geschafft. Ich kann mir vorstellen, dass er nach vier Jahren sagt, „ok, war einmal etwas anderes, aber jetzt hab ich genug.“

      • Henrik Müller
        20.01.2017, 22:08 Uhr.

        Vielen Dank für Ihre wertvollen Antworten. Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu und möchte aber noch eine Vision in den Raum stellen: Möglicherweise schafft Herr Trump mit seinen aus heutiger Sicht tatsächlich unrealistischen und viel zu hoch gegriffenen Zielen, die er aber mit einer unglaublichen Sicherheit und Überzeugung präsentiert, tatsächlich so etwas wie einen Paradigmenwechsel auf breiterer Ebene einzuleiten. Es fehlen seit Jahrzehnten Politiker die Visionen formulieren. Dann würde zwar sicherlich nicht alles so kommen, wie er sich das vorstellt, aber es könnte tatsächlich zu grundlegenden Änderungen kommen.

  • Sven Dankelmann
    20.01.2017, 21:41 Uhr.

    Schönen guten Abend,

    ich habe gerade mit Interesse verfolgt, dass sich große Teile der Sendung und Beiträge der Studiogäste um Wachstum drehten.
    In Davos ging es um Freihandel, auch bei den Gästen ging es überwiegend um Handel und Wachtum. Es fielen Kommentare wie: „Andere Länder sind auf dem Weg, den Lebensstandard der westlichen Industrienationen zu erreichen“.

    Ich vermisse das Bewusstsein dafür, dass Wachstum auf einer Welt mit endlichen Ressourcen nicht die Antwort für andauernden Wohlstand und Sozialstaat sein kann. Es müssem Wege gefunden werden, um aus dem Kreislauf Wohlstand gegen andauerndes Wirtschaftswachtum auszubrechen.

    Wie sehen Sie diesen Punkt?

    • Matthias Fifka
      20.01.2017, 21:44 Uhr.

      Vielen Dank für Ihre Frage. Sie haben recht, dass gegenwärtige Wirtschaftswachstum geht zu Lasten unserer natürlichen Ressourcen und ist in der gegenwärtigen Form nicht langfristig durchhaltbar. Wir müssen also andere Wachstumsmodelle finden, die nachhaltiger sind. Allerdings sind diese Langfristszenarien bei den meisten unternehmerischen Entscheidungsprozessen nicht präsent, einfach gesagt, es wird zu kurz gedacht. Das liegt auch daran, dass wir die langfristigen Folgen unseres Handels (Klimawandel, Ressourcenknappheit) eben kurzfristig nur bedingt vor Augen geführt bekommen. Es tut also noch nicht weh genug. Die Frage ist, ob es, wenn es richtig weh tut, nicht zu spät ist.

      • Sven Dankelmann
        20.01.2017, 21:52 Uhr.

        Vielen Dank für Ihre Antwort.
        Ein Weg könnte es sein, solche Themen in Diskussionen und Sendungen wie dieser mit anzusprechen, um sie immer wieder ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.

        Ansonsten entsteht – zumindest bei mir – der Eindruck, dass auch unsere Fachleute kein Bewusstsein dafür haben.

    • Robert Kappel
      20.01.2017, 21:49 Uhr.

      Ein wichtiger Punkt. Nachhaltiges Wachstum steht ja zunehmend auf der Agenda, sei es in China, in der EU und bisher auch in den USA. Der Klimagipfel von Paris zeigt ja, dass ein Umdenken stattzufinden beginnt. Sehen wir die riesigen Umweltprobleme in China, die erheblich Kosten für die chinesische Volkswirtschaft bedeuten. China wird umsteuern müssen. Daher geht es nicht nur um Wachstum sondern um Nachhaltigkeit, und um inklusives Wachstum, d.h. allen Menschen ein gutes Leben zu schaffen und nicht nur wenigen.

  • Schierz Harald
    20.01.2017, 21:37 Uhr.

    Wieviel Schulden haben Die USA

    • Matthias Fifka
      20.01.2017, 21:41 Uhr.

      Darf ich Sie auf die Antwort an Herrn Schierz verweisen.

  • Robert Kappel
    20.01.2017, 21:36 Uhr.

    Guten Abend.

  • Matthias Fifka
    20.01.2017, 21:36 Uhr.

    Guten Abend allerseits.

  • Pietro
    20.01.2017, 21:34 Uhr.

    Wird durch den Protektionismus der USA der Handel zwischen China und Europa gestärkt werden?

    Da China sehr stark in Afrika investiert, könnte dies auch für Europa neue Möglichkeiten in Afrika und Süd Amerika mit sich bringen?

    • Robert Kappel
      20.01.2017, 21:45 Uhr.

      Falls die USA wirklich eine protektionistische Politik betreibt, wird dies China in die Hände spielen und die Kooperation Europas mit China vertiefen. Eine Szenario, das in den USA die Lobbygruppen auf den Plan bringt. Protektionistische Maßnahmen, Importzölle, nicht-tarifäre Handelshemmnisse durchzuführen, wird zu Retorsionen der betroffen Staaten führen und eine Spirale immer weiterer Verwerfungen in Gang setzen. Sehr schlecht für die Weltwohlfahrt und die einzelnen Nationen. Ein Studium der Geschichte des Protektionismus zeigt, dass alle verlieren.
      Die Aushebelung der Welthandelsordnung und der geschaffenen Normen nach dem 2. Weltkrieg stellt eine Zeitenwende sondergleichen dar. Und werden vor allem den USA langfristig schaden.

      • Pietro
        20.01.2017, 21:56 Uhr.

        Danke für die Antwort.

        Ich war ein bisschen zu eilig und vergass allen einen guten Abend zu wünschen.

        Eine weitere Frage hätte ich:

        Wie denken Sie werden sich die Börsen und der Euro 2017 verhalten?

        Evtl. Börsenrückgang bis in den Sommer/Herbst mit Erholung im Winter?

        Danke

  • Hans Negle
    20.01.2017, 21:32 Uhr.

    Es wird Zeit, dass wir die Karten der Weltpolitik neu mischen! Europa darf sich nicht aufreiben lassen zwischen Brexit und Trumps ( Geschäfts-) Ideologien. Wir dürfen nicht wie der Hase vor der Schlange sitzen und zittern, hoffentlich passiert uns nichts, müssen nicht zu Bittstellern werden und um Almosen bitten. Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Europa zersplittert wird und ein Land nach dem anderen ausscheidet, weil es ein Verbleib in der europäischen Gemeinschaft als alternativlos einstuft. Erinnern wir uns als Hr. Putin im Bundestag seine (einzige ) Rede hielt und uns ein Scenario vorschlug zu einer Wirtschaftsunion von Rußland bis Portugal sprach. Aber was tun wir? Wir folgen den Weisungen von USA und legen Sanktionen auf Rußland zum Schaden beider Länder. Wer sagt uns denn, dass Rußland unser Feind ist? Wenn wir es schaffen mit Rußland bis Portugal ein Wirtschaftsunion zu bilden, dann profitieren wir beide davon: wir von den ( unendlichen ) Bodenschätzen, die wir so dringend benötigen und Rußland von unserer Technologie.
    Damit schaffen wir es auch die gesamte europäischen Union wieder aufblühen zu lassen und ein deutliches Gegengewicht zu Amerika und China zu setzen. Die Alternative mit China zu kooperieren halte ich für höchstgefährlich. China wird uns mit freundlichem Lachen ausbeuten, wird uns mit seinen Devisenvorräten aufkaufen, d.h. schrittweise unsere Produktionsbetriebe aufkaufen und dann „versklaven“. Rußland hat diese Devisenmittel nicht, Rußland könnte eine echte Partnerschaft ermöglichen und Amerika will keine Partnerschaft. Unter Trump gilt: „Amerika first“ und er meint es wie er es sagt, er betrachtet sein Job als Geschäft, er sieht in anderen Ländern Konkurrenten, die man schwächen oder auslöschen muß.

    • Robert Kappel
      20.01.2017, 21:40 Uhr.

      Europa ist nicht schwach. Europa ist der größte Wirtschaftsblock der Welt und hat viel Gestaltungsmacht, Normen, Handel, Investitionen, Technologie. Europa vertritt ein Modell, dass eher auf Inklusion und Ausgleich Wert legt als China und die USA unter Trump. Daher sehe ich nicht, das die EU vor den USA oder auch China einknickt.

  • Schierz
    20.01.2017, 21:32 Uhr.

    Wieviel schulden hat die U

    • Matthias Fifka
      20.01.2017, 21:41 Uhr.

      Die Staatsverschuldung der USA hat das Niveau von 100% des BIP überschritten. Ob das kritisch ist, ist schwer zu sagen. Japan lebt zumindest einigermaßen erträglich mit einem Niveau von ca. 180%.

      Das größte Problem dabei ist, dass die amerikanischen Staatsanleihen sich vor allem in ausländischen Händen befinden, primär in China. Das heißt, dass die Zinsen, die die USA bezahlen, ins Ausland abfließen. So gesehen fördern die USA damit Investitionen im Ausland.

  • Martin Schodlok
    20.01.2017, 21:30 Uhr.

    Trump bezichtigt China des größten Diebstahls, dabei versuchen die USA mit China konkurrierend sich der Bodenschätze Afghanistans zu bemächtigen. Dabei geht es um einen Wert von rund 4000 Milliarden US-Dollar. Ist das nicht der weit größere Diebstahl?
    http://www.gregpalast.com/now-that-the-sob-is-dead-a-novel-idea-asking-an-afghan-about-afghanistan/

    • Robert Kappel
      20.01.2017, 21:37 Uhr.

      Der Begriff Diebstahl hilft nicht weiter. Ein unbrauchbarer Begriff für Handelsverträge oder Investitionsverträge

      • Martin Schodlok
        20.01.2017, 22:29 Uhr.

        Pardon, aber unsere Veteranen werden in dem Irrglauben bestärkt, wegen zu bohrenden Brunnen und zu schützenden Mädchenschulen dort gewesen zu sein. Karzai hat Schürfrechte an Chinesen verkauft, bevor dies die Taliban tun konnten. Die Bodenschätze wollten schon die Sowjets plündern und hatten auch angeblich menschenfreundliche Gründe für ihre Invasion. Ich muss mittlerweile von einem Schweigekartell der Mainstream-Medien reden: Afghanische Bodenschätze werde einfach nicht zum Thema gemacht.

  • Holger Voss
    20.01.2017, 21:05 Uhr.

    Ob US-Präsident Donald Trump das von Vorgänger Barack Obama initiierte Investitionsprogramm „SelectUSA“ fortführen wird, und unsere deutsche Industrie in diesem Zusammenhang von Trump’s geplanten Wirtschaftsreformen, u.a. in Form von Steuersenkungen profitieren wird?

    • Matthias Fifka
      20.01.2017, 21:39 Uhr.

      Das wird er vermutlich nicht tun. Trump wird einen möglichst großen Bruch mit Obama suchen. Allerdings hat auch er ein Investitionsprogramm auf dem Radar, von dem die deutsche Wirtschaft jedoch nicht profitieren wird, da Staatsaufträge an amerikanische Unternehmen gehen werden. Durch TTIP hätte diese Möglichkeit geschaffen werden sollen, aber TTIP ist tot.

  • makro
    makro
    20.01.2017, 19:53 Uhr.

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