Krankenhäuser: Reden Sie mit!

Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Anke Simon

Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Anke Simon.

Kleine Krankenhäuser kämpfen um ihre Existenz, besonders im ländlichen Raum droht die Schließung. Ist damit die medizinische Versorgung in der Fläche gefährdet – nachdem schon Postämter, Lebensmittelläden und Bankschalter dichtgemacht haben?

Die Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Anke Simon sagt, Kreiskrankenhäuser können qualitativ oft nicht mehr mithalten: zu wenig Geld, Personalmangel, altes Gerät. Sie plädiert daher für Schließungen und Konzentration auf weniger, dafür aber bestens ausgestattete Kliniken.

Diskutieren Sie mit!

Autorenbild

makro

makro berichtet aus dem globalen Wirtschaftsdschungel. Mit Blick für den Menschen und fürs Detail, aber vor allem auch für die globalen Zusammenhänge. Immer freitags, immer um 21.00 Uhr.

32 Kommentare

  • Karsten Henning
    05.07.2019, 22:51 Uhr.

    Sehr geehrte Prof. Simon,
    ich arbeite als Arzt in Norwegen und habe auch Einsicht in die Verhältnisse in Schweden und teilweise in Dänemark.Ich möchte stark davor warnen, das Gesundheitssystem in diesen Ländern als Vorbild für Deutschland darzustellen. Die Statistiken spiegeln nicht die Realität wieder. Eine Anreise von maximal 30 min. ist „Luxus“ in Schweden und Norwegen. Auf dem Lande kann man froh sein, wenn man das nächste Krankenhaus in 1 Stunde erreicht. Die Systeme in diesen Ländern sind stark zentralisiert und die Behandlung stark reguliert in Diagnosen und „Behandlungslinjen“. In diesen Systemenn gibt es nur die offiziellen Diagnosen, die klar zu stellen und zu behandeln sind. Es gibt aber viele Patienten mit unklaren oder komplizierten Diagnosen, die man nicht so ohne weiteres herausfindet oder für die es keine Behandlung gibt, weil sie im offiziellen „Katalog“ nicht angeboten werden. Machen sie sich zum Beispiel mal mit kronischen Rückenschmerzen auf die Suche nach Hilfe, und sie fallen in ein riesiges schwarzes Loch. Wenn sie Glück haben, finden sie Hilfe bei privaten „paramedizinischen“ Behandlern wie Chiropraktoren oder Osteopathen, aber diese privaten Behandlungen tauchen in keiner Statistik auf, da sie von den Patienten komplett eigenverantwortlich getragen werden.
    Eine Bemerkung zur Digitalisierung, da Norwegen hier mit am weitesten vorne ist: es ist genau wie von meinem Kollegen oben erwähnt: die Digitalisering har grosse Vorteil, wenn sie funktionert,ABER SIE FUNKTIONIERT NICHT, jedenfalls nicht die integrierten elektronischen Patientensysteme. Es dauert mehrere Minuten, sich einzuloggen, win vorgang, den man sehr häufig wiederholen muss im Laufe eines Arbeitstages, und die Systeme sind unzuverlässig, weshalb das Personal nun über die Hälfte der Zeit am Computer verbringt, und von dieser Zeit vielleicht die Hälfte mit aktiver Arbeitszeit, den Rest mit warten. Die digitalen Systeme werden auch sehr stark eingesetzt, um die Handlungen der Krankenhäuser und des medizinischen Personals zu kontrollieren und zu steuern. Stellen sie sich vor, sie wollen eine Antibiotikabehandlung starten und das Antibiotikum in die digitale Kurve einschreiben, aber das System lässt nur das Antibiotikum zu, das der Leitlinie entspricht, und sie haben keine Möglichkeit, ein anderes zu wählen, auch wenn sie wissen, das da offizielle Antibiotikum nicht wirkt: dann sind sie (fast) hier (diese Möglichkeit wurde hier ernsthaft diskutiert)
    Es ist auch nicht so, dass die Änderungen im Gesundheitswesen in Schweden, Norwegen und Dänemark von medizinischem Personal so mitgetragen werden. In allen 3 Ländern rumort es gewaltig, weil die Änderungen nicht mit dem Personal, sondern über deren Köpfe hinweg beschlossen werden.
    Also:kluge Strukturänderungen bedeutet nicht „abkupfern“, sondern selber nachdenken und zusammen mit medizinischem Personal entwickeln.

  • makro
    makro
    05.07.2019, 22:16 Uhr.

    Das war`s für heute im makro-Blog. Herzlichen Dank für Ihre spannenden Informationen und Fragen. Vielen Dank auch an unsere Expertin Prof. Anke Simon von der Dualen Hochschule Stuttgart für die klaren Antworten.
    makro gibt es wieder am nächsten Freitag um 21:00 Uhr. Dann geht es um „Rotes Gold“, Tomatenprodukte wie Tomatenmark oder Tomatenketchup und den bitteren Nachgeschmack der Ausbeutung. Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit!
    Ihr makro-Team

  • Egon
    05.07.2019, 22:03 Uhr.

    1) die Fehlsteuerung im stationären Gesundheitswesen durch die Abrechnung nach DRG kam deutlich zu wenig dran. Sie ist ein Hauptproblem und wichtige Ursache für die Fehlversorgung. Gerade die zu häufigen Eingriffe wie Herzkatheter / Stent, Bypass-OPs, Gelenkprothesen, Wirbelsäuleneingriffe werden so gut vergütet, dass sie unnötig häufig durchgeführt werden.
    2) es kam nicht dran, dass eine wichtige Funktion der Krankenhäuser nicht nur die Therapie, sondern vor allem auch die Diagnostik ist. Was hilft die Entwicklung von einem super-OP-Automaten in der UKE einem Patienten mit Bauchschmerzen. Da muss zunächst Anamnese, Untersuchung, Labor, Ultraschall, ggf. Röntgen durchgeführt werden. Das muss auch vor Ort stationär funktionieren und auch ausreichend finanziert werden, insbesondere auch beim Mangel ambulant tätiger Ärzte.Ich lebe auf dem Land, hier droht derzeit die Schließung von Krankenhäusern, insbesondere durch den wirtschaftlichen Druck der DRG-Abrechnung. Eine Grundversorgung ist weiterhin nötig, eine Versorgung in der Fläche ist weiterhin nötig, wir verspielen mit dem derzeitigen System ein Gesundheitssystem, das einmal eine gute Qualität hatte.

  • Dr. Ch. Schönle
    05.07.2019, 21:53 Uhr.

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    leider sind die Gesundheitswissenschaftler weit weg von der täglichen Krankenhausrealität. Beispielsweise darf ich zur Frage der Digitalisierung Folgendes erwähnen: Jedes Krankenhaus hat ein eigenes, meist sehr umfangreiches und oft hoch kompliziertes digitales Programm für Befunde, Medikation, Verlauf, Kommunikation zwischen den Berufsgruppen,dann auch für Abrechnung und Dokumentation. Selbst als Softwareaffiner Arzt braucht man oft Wochen bis Monate, bis man derartige Programme beherrscht.
    Bringt nun ein Patient digitale Befunde von außerhalb, etwa auf CD mit, dann sitzt man fast immer viele Minuten vor dem Computer, um die CD einzulesen, zu öffnen, und dann bei MRT- oder Röntgenaufnahmen zu verstehen, wie man das Bildprogramm anwenden, z.B. die Bildfolge ansehen kann, evt. auch vergrößern, speichern, drucken usw.usw. Es gibt ja etwa 800 teils sehr verschiedene Röntgenbildprogramme.
    Zudem stört die Firewall des eigenen Programmes in etwa 20 % der Fälle das Öffnen der Bider. Oder der Computer verhindert das Öffnen der CDs aus Angst vor Viren.
    In der sehr komprimierten Aebeitsbelastung hat man als Arzt nicht die Zeit, durch das Krankenhaus zu wandeln, um einen Computer zu finden, der die CDs öffnen kann.Daher habe ich schon mehrfach erlebt, dass die Ärzte aus Zeitmangel die mitgbrachten CDs gar nicht mehr ansehen. Das wäre früher nicht passiert, denn man hatte das Röntgenbild immer schnell zur Hand.

    Deswegen ist der Ruf nach einer „optimalen Digitalisierung“ leider nur hohle Polemik, die zeigt, dass die wirklichen Krankenhausabläufe und die medizinischen Probleme bei der optimalen Versorgung der Patienten gar nicht bekannt sind.
    Wieso kommen da nicht auch einmal betroffene Mitarbeiter (Ober- und Assistenzärzte, Chefärzte, Pflegekräfte) zu Wort?

    Wieso wird auch nicht erwähnt, dass wir in Deutschland das schnellste und beste Rettungssystem der Welt haben, sodass selbst schwerverletzte und kranke Patienten ins Krankenhaus lebend bekommen, während sie beispielsweise in England auf dem Land vom Nachbarn ins Krankenhaus gefahren werden müssen, oder nach längerer Wartezeit zu Hause sterben? Dann erscheinen sie natürlich nicht in der Statstik eines Krankenhauses.
    Mit freundlichen Grüßen
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Ch. Schönle

    • Prof. Simon
      05.07.2019, 22:08 Uhr.

      Ja, ich habe viele Jahre in einem Großkrankenhaus gearbeitet. Das, was Sie beschreiben, kann ich absolut nachvollziehen.
      Veraltete Systeme, ständige Systembrüche, fehlende Interoperabilität. Das GW ist im Vergleich mit anderen Brachen auf dem letzten Platz in Bezug auf den Digitalisierungsindex. Viele Studien bescheinigen extrem niedrige Werte in der Benutzerfreundlichkeit.
      Nach der Erhebung des Bundesverbandes der KH-IT Leiterinnen fehlen 11,6 Mrd. € an Investitionsmitteln in den KH (darin nicht enthalten die Digitalisierung für die Zukunft). Die KH benötigen hier eine deutlich höhere Förderung. Aus dem bestehenden KH-Budget kann dies keine Klinikleitung finanzieren.

      Anke Simon

  • Rebecca Meier
    05.07.2019, 21:52 Uhr.

    Sehr geehrte Frau Simon,
    Sie sprachen davon, dass Deutschand in Bezug auf Digitalisierung einen Rückstand von 15 Jahren hat? Wie kommen Sie auf diesen Zeitraum bzw. wie setzt sich diese Berechnung zusammen?
    Vielen Dank und viele Grüße

  • Alfred Franke
    05.07.2019, 21:50 Uhr.

    Der Beitrag war sehr interessant – meine Frage: Ich sehe das Hauptproblem bei den Finanzen – Kapitalismus pur! Es wäre wichtig, die finanziellen Interessen der privaten Konzerne (Sana, Helios usw) als Träger der KH durch kommunale Träger (wie bei Pflegeheimen in Schweden/Dänemark …) zu ersetzen. Dreh-/Angelpunkt ist die Gewinnmaximierung/es zählt nur, was Geld bringt ….

    • Prof. Simon
      05.07.2019, 22:11 Uhr.

      Ich verstehe Ihre Argumentation! Pluralität ist jedoch im GW sehr wichtig. Es gibt bisher keine Evidenz, dass öffentliche KH eine bessere Versorgungsqualität erbringen als frei-gemeinnützige oder private KH.

      Anke Simon

  • Fritz Walter
    05.07.2019, 21:45 Uhr.

    Mit der Digitalisierung wird manches nicht bedacht:
    a) Der Fachkräftemangel ändert sich dadurch nicht, auch der Pflege nicht;
    b) Der Grund, warum das Ausland wirtschaftlicher arbeitet, wird nicht weiter berücksichtigt und untersucht, sondern übersprungen.
    c) Die Kosten für die Digitalisierung erscheinen mir sehr hoch; gibt es dazu realistische Kostenschätzungen ?
    d) Der strenge Datenschutz (Intranet wie in HH-Eppendorf) verbietet eine Öffnung zwischen Krankenhaus und Draußen (und das zu Recht !).
    e) Solange die Digitalsierung durch WLAN und Funk realisiert wird und nicht vorwiegend durch LAN-Verbindungen, holt man sich die Gesundheitsbelastung kontraproduktiv ins Krankenhaus hinein.

    • Prof. Simon
      05.07.2019, 22:14 Uhr.

      Sie haben recht, der Pflegefachkräftemangel ist ein eigenes Thema. Aus meiner Sicht sind hier drei Dinge wesentlich:
      1) faires Gehalt, 2) familienfreundliche Arbeitszeitmodelle / Dienstpläne, 3) Übertragung der Aufgaben, für die Pflegekräfte ausgebildet sind (und die sie im Ausland schon lange inne haben)

      Anke Simon

      • Fritz Walter
        05.07.2019, 22:42 Uhr.

        Vielen Dank Frau Prof. Simaon !
        Aber was ist mit den anderen Fragen zur Digitalsierung ?

  • Hanna H.
    05.07.2019, 21:45 Uhr.

    Guten Abend,
    vielen Dank für die vielen Anregungen der Sendung, vor allem die Etablierung von Versorgungszentren finde ich gerade für den ländlichen Raum und die ältere Bevölkerung (auch als sozialer Treffpunkt) sehr interessant.
    Denken Sie, dass die Finanzierung über DRG`s ein möglicher Faktor für die Über- und Fehlversorgung ist und damit für die Überlastung der Akutkrankenhäuser?
    Sehen Sie eine Veränderung der Finanzierungsstrukturen als notwendig, oder her nebensächlich?

    Danke
    Hanna H.

    • Alfred Franke
      05.07.2019, 21:59 Uhr.

      Die Finanzierung ist das entscheidende Kriterium – so lange Ärzte Prämien für viele OP‘s bekommen und die Aktionäre an guten Renditen für ihren KH-Konzern interessiert sind (was wenig Personal und kurze Liegezeiten bedeutet), wird sich nichts ändern ! Leider

  • Lena
    05.07.2019, 21:41 Uhr.

    Hallo Frau Simon,

    in der Diskussion eben war von der Notwendigkeit eines klugen Umbaus des gesamten deutschen Krankenhaussystems die Rede. Welche Aktivitäten laufen hier bereits? Was ist geplant? Gibt es von der Politik ein abgestimmtes Gesamtkonzept? Wie lange wird es in etwa dauern, bis sich echte Verbesserungen einstellen?
    Es beunruhigt mich, dass auf diesem Gebiet die Probleme zwar allseits bekannt sind, aber scheinbar keine echten Gegenmaßnahmen geplant sind, die über das häufig zu hörende „man müsste dringend…“ hinausgehen.
    Herzlichen Dank für ihre Rückmeldung!

    • Prof. Simon
      05.07.2019, 22:02 Uhr.

      Das wäre wirklich schön – „das von der Politik ein abgestimmtes Gesamtkonzept“. Bedauerlicher Weise ist noch nicht viel Umdenken passiert. Viele Landräte und Bürgermeister als Träger von KH wollen nicht riskieren Wählerstimmen zu verlieren.
      Der richtige Schritt wäre die Bürger einzubeziehen, z.B. im Rahmen einer Gesundheitskonferenz, und auch das zuständige Ministerium, um gemeinsam ein zukunftsfähiges Versorgungskonzept für die Region zu entwickeln.

      Anke Simon

  • Geßner, Sandra
    05.07.2019, 21:41 Uhr.

    Sollte man nicht wieder mehr Hebammen unterstützen, Frauen bei der Geburt begleiten zu können, falls sie den weiten Weg in die Klinik nicht schafft??
    In Berlin gibt es beispielsweise Rettungswagen für geburtshilfliche Notlagen wo eine Hebamme dabei ist. Das müsste dann überall gewährleistet sein!! Zudem sollten
    genügend Hausgeburtshebammen im Umkreis tätig sein und selbstverständlich bei der Erstattung der hohen Versicherungsprämie für die Berufshaftpflicht unterstützt werden!

    • Prof. Simon
      05.07.2019, 21:52 Uhr.

      Auf jeden Fall!! Neben den Kinderkrankenhäusern gehört auch die Geburtshilfe zu den unterversorgten Bereichen. Es muss unbedingt etwas für Arbeitsbedingungen und die Ausbildung von Hebammen getan werden. Aber im Moment bewegt sich ja einiges. Wir an der DHBW haben einen der ersten Hebammenstudiengänge gegründet.

      Anke Simon

  • Thomas
    05.07.2019, 21:39 Uhr.

    Sehr geehrte Frau Proffessor,

    sie sind für die Schließung kleiner Krankenhäuser, da diese nicht qualitativ alles versorgen können. 30 Minuten bis zum nächsten Krankenhaus sind für die meisten Schlaganfälle, Herzinfarkte, Embolien etc. jedoch meist ein erheblicher Nachteil. Egal ob man Fachklnik ist. Die Lösung sollte ehern über Telemedizin oder Satellitenkrankenhäuser gehen. Warum keine Ausstattungserhöhung, Spezialfälle in die großen Mutterhäuser aber trotzdem eine Abdeckung ohne weitere Schließungen. Ich sehe eine Gefahr in diesen sehr großen Kliniken. Mein Name ist Thomas, Fachpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin, OP Pfleger und derzeit MDK Gutachter da „meine“Klinik vor der Schließung steht.

    • Prof. Simon
      05.07.2019, 21:50 Uhr.

      Ihre Idee wäre theoretisch auch möglich, würde aber voraussetzen, dass die Solidargemeinschaft noch mehr Geld für die KV ausgeben muss (momentan 14,6% KV-Anteil vom Bruttogehalt). Und wie die Ergebnisqualität in anderen Ländern zeigt, sind die vielen Betten und KH nicht besser für die Schlaganfallpatienten.

      Anke Simon

  • Tate
    05.07.2019, 21:37 Uhr.

    Wie sollen die Gesundheitszentren aussehen? So wie früher die Polikliniken der DDR oder so wie heute die MVZ bei uns?

    • Christian
      05.07.2019, 21:38 Uhr.

      Ich finde die MVZ Einrichtungen sehr gut

      • Tate
        05.07.2019, 21:42 Uhr.

        Warum?

    • Prof. Simon
      05.07.2019, 21:46 Uhr.

      Die lokalen Gesundheitszentren gehen weit darüber hinaus. Unter einem Dach hoch qualifizierte Pflegekräfte (Community Nurses), unterschiedliche med. Fachdiszipinen, Physiotherapie, Apotheke, einige wenige stat. Betten, Tagespflege u.a.
      Typischer Weise werden auch Kita, Bibliothek ua. Kommunitydienste angesiedelt. Und ein Hol- und Bringedienst, der allen nützt.

      Anke Simon

      • Tate
        05.07.2019, 21:51 Uhr.

        Wer betreibt so etwas dann, bzw. wer ist der Kostentraeger, sollen das die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren oder die Gemeinden? arbeiten die Aerzte dort im Angestelltenverhaeltnis oder selbstaendig,wie derzeit?

  • Pete
    05.07.2019, 21:36 Uhr.

    Hallo
    Wann endlich werden Rezepte digitalisiert. Warum muss das so anachronistisch und umständlich sein? Ich bin krank geh zum Arzt bekomme ein Rezept muss damit zur apo, zum ag bei Au). Sowohl als Privatmensch als auch für Menschen die in Pflegeeinrichtungen arbeiten ein immenser Aufwand mit diesem „Papier hin und her Geschiebe.“

    • Prof. Simon
      05.07.2019, 21:43 Uhr.

      Eine große Missere. Wir haben in Sachen Digitalisierung einen Rückstand von 15 Jahren. Das elektronische Rezept ist bereits technisch möglich. Uns fehlt in Deutschland die Telematikinfrastruktur und den elektronischen Medikamentenplan als Voraussetzungen.

      Anke Simon

  • Nina
    05.07.2019, 21:35 Uhr.

    Ich studiere derzeit Gesundheitsökonomie und vermisse wichtige Fächer wie z.B. Wirtschaftsinformatik im Studium (werden für meinen Studiengang nicht angeboten). Die Digitalisierung spielt im Studium bisher keine Rolle. Halten Sie Fächer, die die Digitalisierung betreffen für Gesundheitsökonomen für wichtig? Oder sollte die Digitalisierung eher an Bereiche wie medizinische Informatik weiter gereicht werden?

    • Prof. Simon
      05.07.2019, 21:41 Uhr.

      Ich halte es sehr wichtig, dass Fächer wie Gesundheitsinformatik im Curriculum eingebettet sind. Falls das in Ihrem Studiengang nicht so ist, können Sie ggf. im Master diese Kompetenzen erlangen. Das wäre ein großer Nutzen für Ihre zukünftige Laufbahn und auch für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung 🙂

      Danke für Ihren Kommentar!
      Anke Simon

  • Christian
    05.07.2019, 21:34 Uhr.

    Guten Abend, sehr interessanter Beitrag in Ihrer heutigen „makro“ Sendung. Der Vergleich mit dem dänischen Krankenhaussytem ist gut. In Dänemark wurde die Krankenhauslandschaft in den letzten Jahren effektiv verbessert.
    Ich bin auch dafür, dass es in Deutschland viel zu viele KH der Grundversorgung gibt. Hier im Allgäu wurden einige dieser KH in den letzten Jahren geschlossen -teils mit grossem Widerstand der Bevölkerung. Die meisten Menschen verstehen es nicht, dass Ihnen ein kleines Krankenhaus in absolut lebensbedrohlichen Situationen – ausser einer kurzfristigen Stabilisation – gar nicht helfen können und somit sogar noch wertvolle Minuten vergehen, bis der Akutpatient in ein Schwerpunkkrankenhaus (bei uns hier im Allgäu ist es das Klinikum Kempten) verlegt werden muss.
    Hier muss ein großes Umdenken – auch auf lokaler Ebene – stattfinden.
    Zudem muss endlich das gesamte deutsche Rettungshubschraubersystem auch bundesweit nachtflugtauglich gemacht werden, um Akutpatienten auch nachts schnell in eine passende Klinik fliegen zu können. Wir hier im Allgäu haben das Glück, dass wir nachts auf die Hubschrauber der Schweiz und Österreich zurückgreifen können. Unser Hubschrauber „Christoph 17“ kann nachts nicht fliegen.
    Liege ich mit meiner Meinung richtig?
    Würde mich auf kurze Antwort freuen
    Danke
    Christian

    • Prof. Simon
      05.07.2019, 21:38 Uhr.

      Sie haben vollkommen recht. Um die Strukturreform zu starten, muss ein deutliches Umdenken erfolgen. In erster Linie bei der regionalen Trägern der Krankenhäuser, den Landräten und Bürgermeistern.

      Herzlichen Dank für Ihren Kommentar!
      Anke Simon

      • Christian
        05.07.2019, 21:41 Uhr.

        Danke für Ihre Antwort

  • makro
    makro
    05.07.2019, 7:39 Uhr.

    Liebe Nutzer des makro-Blogs, wir wünschen ein offenes, freundliches und respektvolles Diskussionsklima. Bitte wahren Sie einen fairen und sachlichen Ton. Diese Diskussion wird moderiert und wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die unsere Netiquette missachten. Vielen Dank!

Schreibe einen Kommentar