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Blog der makro-Redaktion

Grundeinkommen: Reden Sie mit!

Immer Geld im Portemonnaie: Ein Grundeinkommen soll Existenzsorgen beseitigen. Bild: dpa

Immer Geld im Portemonnaie: Ein Grundeinkommen soll Existenzsorgen beseitigen. Bild: dpa

Das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens ist von bestechender intellektueller Klarheit: Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Harz IV und Co werden durch einen einzigen Transfermechanismus ersetzt, der von allen Einkünften getragen wird: Arbeitseinkommen, Selbständigkeit, Kapitalerträge. Alle zahlen ein und alle kriegen raus.

Unser sozialdemokratisches Wohlfahrtsmodell, heißt es, passe zwar gut zur alten Industriegesellschaft, nicht aber zur Arbeitswirklichkeit der Zukunft, in der Roboter menschliche Arbeitskraft ersetzen und Lücken in der Erwerbsbiographie Normalität sind. Das Problem ist bloß: Niemand weiß, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen funktioniert.
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Auto: Reden Sie mit!

Die Autobranche erfindet sich gerade neu. Bild: colourbox.de

Die Autobranche erfindet sich gerade neu. Bild: colourbox.de

Die digitale Welt ergreift Besitz von der Automobilindustrie. Diese Inbesitznahme wird getrieben durch mächtige Konzerne und kleine Apps. Die Autobauer müssen sich dieser Herausforderung stellen, um nicht zu enden wie die Hersteller von Schreibmaschinen.

Und so erlebt die Branche einen Kulturbruch. Daimler-Boss Zetsche nähert sich der Welt der Nerds auf dem Pariser Autosalon in Jeans und Turnschuhen. Die Präsentationen der Autobauer erinnern an die „Stevenotes“ des legendären Apple-Gründers Steve Jobs. Und ein Digital Native von Apple bekleidet heute eine Schlüsselposition bei VW.
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Türkei: Reden Sie mit!

Die Türkei ist heute ein gespaltenes Land. Bild: reuters

Die Türkei ist heute ein gespaltenes Land. Bild: reuters

Das autoritäre Gehabe des türkischen Präsidenten Erdogan stellt die Beziehungen zu Europa auf eine harte Probe, auch für die Wirtschaft. Dabei würde „ohne technologischen Input aus der EU die Produktion in der Türkei einbrechen“, sagt makro-Studiogast Errol Babacan, Politikwissenschaftler an der Universität Frankfurt, der die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei analysiert.
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Globalisierte Landwirtschaft: Reden Sie mit!

a group of harvesters working in a soybean field in the establishment

Brasilien betreibt Sojaanbau im großen Stil

In den Industrienationen hat sich die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Wachse oder weiche lautete das Credo. Kleine Höfe wurden unrentabel. Betriebe spezialisierten sich. Es wurden mehr Maschinen eingesetzt. Neue Saatgutsorten, Dünge- oder Pflanzenschutzmittel führten zu steigenden Erträgen.
Klingt gut? Der Weltagrarrat hat festgestellt, dass Kleinbauern einen deutlich höheren Nährwert pro Hektar produzieren als industrielle Landwirtschaft. Und sie verursachen weniger Umweltschäden. Im Weltagrarbericht plädiert er für eine Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft.

Das Bild der modernen technikorientierten Landwirtschaft ist auch in Deutschland schlecht. Zu Unrecht, meint der Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim, denn genau darin liege der Schlüssel zur Produktivität in der Landwirtschaft. Diskutieren Sie mit!

Smartphone: Reden Sie mit!

Neue Smartphones: Besonders in Asien sind große Displays beliebt: Bild: ap

Neue Smartphones: Besonders in Asien sind große Displays beliebt: Bild: ap

Erinnert sich noch jemand an Nokia? Der Smartphone-Markt befindet sich in einem rasanten Umbruch. Heute beherrschen Apple und Samsung das Geschehen, doch die Konkurrenz aus China holt auf: Nummer drei, vier und fünf der Branche kommen bereits aus dem Reich der Mitte. Sie drängen mit billigen Produkten auf den Markt, und verdrängen so das klassische Handy aus den Regalen, selbst in Afrika.

Die technologische Revolution zu erschwinglichen Preisen schafft neue Märkte und krempelt unser Kauf-, Bezahl- und Kommunikationsverhalten komplett um. Asien ist dafür eine Art Labor.
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US-Wahl: Reden Sie mit!

Amerikanische Flagge vor dem Washington Monument. Bild: ap

Amerikanische Flagge vor dem Washington Monument. Bild: ap

Die US-Wahl polarisiert wie nie zuvor und der Wahlkampf verläuft so dreckig wie nie zuvor – was vor allem den populistischen Ausfällen des Kandidaten der Republikaner, Donald Trump, zuzuschreiben ist.

Trump, genau wie seine Konkurrentin Hillary Clinton von den Demokraten, nimmt für sich in Anspruch, für jene amerikanische Mittelschicht zu sprechen, die sich von Abstiegssorgen bedroht sieht, und für jene, die sich als Verlierer der Globalisierung sehen. Trump positioniert sich klar gegen Freihandel, Globalisierung und ausländische Konkurrenz, Clinton gibt hier den Trump light. TTIP ist praktisch tot.
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Sand: Reden Sie mit!

Nicht jeder Sand ist für die Bauindustrie geeignet. Bild: colourbox.de

Nicht jeder Sand ist für die Bauindustrie geeignet. Bild: colourbox.de

Sand gibt es auf der Welt reichlich. Die Wüsten sind voll damit. Nur für die Bauindustrie, den Hauptabnehmer des Rohstoffes, ist just dieser Sand ungeeignet. Er ist zu fein und rundgeschliffen durch den Wind. Grob und scharfkantig muss er sein und von unterschiedlich großer Körnung. Genau wie der Sand am Meer.

Und der wird knapp. Der Meeresspiegel steigt und spült ihn fort. Der Nachschub – aus den Gebirgen über die Flüsse ins Meer geschwemmt – schwindet, denn viel bleibt an Staudämmen hängen. Gleichzeitig wird weltweit gebaut wie nie. Und künstliche Inseln aus Sand wie in den arabischen Emiraten verknappen den Rohstoff noch einmal.
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Brexit: Reden Sie mit!

London erlebt seit Jahren einen Boom. Ein Brexit könnte diesen beenden. Bild: dpa

London erlebt seit Jahren einen Boom. Ein Brexit könnte diesen beenden. Bild: dpa

Staaten schließen sich zusammen, um Handel zu fördern, Menschenrechte zu verteidigen, Umwelt zu schützen, Gefahren abzuwehren. Sie unterzeichnen Verträge und schließen Bündnisse. Und jedes Mal, wenn sie dies tun, verlieren sie ein Stück eigener Souveränität. Es ist dieser Konflikt, der Europa zu zerreißen droht.

Am 23. Juni entscheiden nun die Briten über ihren Verbleib in der Europäischen Union. Sie sind stolz auf 800 Jahre Westminster-Demokratie und fühlen sich von Brüssel gegängelt. Gleichzeitig sind sie abhängig vom gemeinsamen Markt.
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Stromkonzerne: Reden Sie mit!

Kühltürme eines Kraftwerks: Das klassische Geschäft bringt Energiekonzernen kaum noch etwas ein. Bild: dpa

Kühltürme eines Kraftwerks: Das klassische Geschäft bringt Energiekonzernen kaum noch etwas ein. Bild: dpa

Kohle ist billig, Verschmutzungszertifikate sind billig. Eigentlich beste Voraussetzungen für fette Gewinne der Stromkonzerne. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Denn: Strom ist noch billiger. „Wenn die Stromgroßhandelspreise auf dem derzeitigen niedrigen Niveau bleiben, lohnt sich keinerlei Stromproduktion mehr“, sagt der Energieexperte Prof. Wolfgang Irrek, heute zu Gast bei makro.
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Griechenland: Reden Sie mit!

Die Mitgliedschaft im Euro fordert von Griechenland gewaltige Anstrengungen. Bild: dpa

Die Mitgliedschaft im Euro fordert von Griechenland gewaltige Anstrengungen. Bild: dpa

Die Griechenlandrettung geht in die nächste Runde. Wieder geht es um die Auszahlung der nächsten Tranche an Hilfsgeldern und wieder geht es um die Frage, ob die griechische Regierung die zugesagten Reformen umgesetzt hat.

Zu Gast bei makro ist der Ökonom Dr. Fabian Lindner vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Er sagt, der Schuldenschnitt, bei dem private Gläubiger 2012 auf einen großen Teil ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichtet hatten, habe als Brandbeschleuniger in der Eurokrise gewirkt.
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