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Blog der makro-Redaktion

Russland: Reden Sie mit!

Russlands Präsident Wladimir Putin. Bild: reuters

Russlands Präsident Wladimir Putin. Bild: reuters

Make Russia great again – das ist das Ziel des Kreml. Genau wie in der Außen- und Sicherheitspolitik setzt Moskau auch in der Wirtschaft auf eigene Stärke. Dabei ist dieser Isolationismus gerade der Grund der ökonomischen Misere.

Klar, der niedrige Ölpreis reißt Löcher in den Haushalt und die Sanktionen schaden. Aber das eigentliche Problem der russischen Wirtschaft sind mangelnder Wettbewerb und fehlendes Knowhow. Statt Wettbewerb werden Putin-treue Oligarchen protegiert; das Knowhow sitzt im Ausland und wird durch staatliche Willkür verschreckt.
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Lebensmittel: Reden Sie mit!

Lebensmittel sind fast nirgendwo billiger als in Deutschland. Bild: dpa

Lebensmittel sind fast nirgendwo billiger als in Deutschland. Bild: dpa

Die Bauern klagen, die mächtigen Handelskonzerne rauben ihnen mit Dumpingpreisen die Existenz. Der Handel behauptet, die Verbraucher verlangen niedrige Preise. Die Verbraucher bezichtigen die Bauern der Tierquälerei.

Tatsache ist: Der Niedrigpreis-Wettbewerb in der Landwirtschaft ist mit Tierwohl und Umweltschutz nicht vereinbar, die Margen im Handel sind extrem niedrig und die Verbraucher sind geiziger als sie sich glauben machen. Deutschland ist heute der größte Fleischexporteur Europas, überdüngt seine Äcker mit Gülle und Kunden zahlen mit die niedrigsten Lebensmittelpreise des Kontinents.
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Kuba: Reden Sie mit!

In Kuba allgegenwärtig: Revolutionsheld Ernesto "Che" Guevara. Bild: Jürgen Natusch

In Kuba allgegenwärtig: Revolutionsheld Ernesto „Che“ Guevara. Bild: Jürgen Natusch

Der kommunistische Zwerg Kuba und die kapitalistische Supermacht USA waren sich 50 Jahre lang in herzlicher Abneigung verbunden. Man ignorierte sich nach Kräften. Erst der scheidende Präsident Obama leitete 2015 per Präsidialerlass eine Öffnung ein, um die Farce zu beenden. Der republikanisch dominierte Kongress hält jedoch bisher am Embargo gegen Kuba fest.
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Globalisierung: Reden Sie mit!

China ist ein großer Gewinner der Globalisierung. Bild: dpa

China ist ein großer Gewinner der Globalisierung. Bild: dpa

Die Globalisierung hat in den vergangenen 25 Jahren die Welt verändert wie nichts sonst. Vernetzte Warenströme und arbeitsteilige Produktion haben Waren verbilligt und überall verfügbar gemacht. Globalisierung hat Innovation befördert und den Austausch von Ideen. Wir nutzen heute wie selbstverständlich Dienstleistungen, die geschaffen sind für die vernetzte Welt. Und nicht zuletzt sind heute Länder teil des globalen Wirtschaftskreislaufs, die zuvor nur weiße Flecken waren auf der Weltkarte der Ökonomie.
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Banken: Reden Sie mit!

In den Bankentürmen Frankfurts herrscht Katerstimmung. Bild: dpa

In den Bankentürmen Frankfurts herrscht Katerstimmung. Bild: dpa

Den Banken geht es schlecht, besonders in Europa. Das ist nicht gut, teilweise sogar gefährlich, denn ein funktionierendes Finanzsystem ist die Voraussetzung für eine prosperierende Wirtschaft.

In gewisser Weise ist die Lage aber unvermeidlich. Die Exzesse der Branche seit den 80er-Jahren, die in der Finanzkrise gipfelten, fordern ihren Preis. Und so erleben wir heute – wie auch nach der Weltwirtschaftskrise vor 80 Jahren – einen schmerzhaften Absturz auf den Boden der Tatsachen.
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Grundeinkommen: Reden Sie mit!

Immer Geld im Portemonnaie: Ein Grundeinkommen soll Existenzsorgen beseitigen. Bild: dpa

Immer Geld im Portemonnaie: Ein Grundeinkommen soll Existenzsorgen beseitigen. Bild: dpa

Das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens ist von bestechender intellektueller Klarheit: Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Harz IV und Co werden durch einen einzigen Transfermechanismus ersetzt, der von allen Einkünften getragen wird: Arbeitseinkommen, Selbständigkeit, Kapitalerträge. Alle zahlen ein und alle kriegen raus.

Unser sozialdemokratisches Wohlfahrtsmodell, heißt es, passe zwar gut zur alten Industriegesellschaft, nicht aber zur Arbeitswirklichkeit der Zukunft, in der Roboter menschliche Arbeitskraft ersetzen und Lücken in der Erwerbsbiographie Normalität sind. Das Problem ist bloß: Niemand weiß, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen funktioniert.
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Auto: Reden Sie mit!

Die Autobranche erfindet sich gerade neu. Bild: colourbox.de

Die Autobranche erfindet sich gerade neu. Bild: colourbox.de

Die digitale Welt ergreift Besitz von der Automobilindustrie. Diese Inbesitznahme wird getrieben durch mächtige Konzerne und kleine Apps. Die Autobauer müssen sich dieser Herausforderung stellen, um nicht zu enden wie die Hersteller von Schreibmaschinen.

Und so erlebt die Branche einen Kulturbruch. Daimler-Boss Zetsche nähert sich der Welt der Nerds auf dem Pariser Autosalon in Jeans und Turnschuhen. Die Präsentationen der Autobauer erinnern an die „Stevenotes“ des legendären Apple-Gründers Steve Jobs. Und ein Digital Native von Apple bekleidet heute eine Schlüsselposition bei VW.
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Türkei: Reden Sie mit!

Die Türkei ist heute ein gespaltenes Land. Bild: reuters

Die Türkei ist heute ein gespaltenes Land. Bild: reuters

Das autoritäre Gehabe des türkischen Präsidenten Erdogan stellt die Beziehungen zu Europa auf eine harte Probe, auch für die Wirtschaft. Dabei würde „ohne technologischen Input aus der EU die Produktion in der Türkei einbrechen“, sagt makro-Studiogast Errol Babacan, Politikwissenschaftler an der Universität Frankfurt, der die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei analysiert.
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Globalisierte Landwirtschaft: Reden Sie mit!

a group of harvesters working in a soybean field in the establishment

Brasilien betreibt Sojaanbau im großen Stil

In den Industrienationen hat sich die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Wachse oder weiche lautete das Credo. Kleine Höfe wurden unrentabel. Betriebe spezialisierten sich. Es wurden mehr Maschinen eingesetzt. Neue Saatgutsorten, Dünge- oder Pflanzenschutzmittel führten zu steigenden Erträgen.
Klingt gut? Der Weltagrarrat hat festgestellt, dass Kleinbauern einen deutlich höheren Nährwert pro Hektar produzieren als industrielle Landwirtschaft. Und sie verursachen weniger Umweltschäden. Im Weltagrarbericht plädiert er für eine Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft.

Das Bild der modernen technikorientierten Landwirtschaft ist auch in Deutschland schlecht. Zu Unrecht, meint der Agrarökonom Prof. Dr. Matin Qaim, denn genau darin liege der Schlüssel zur Produktivität in der Landwirtschaft. Diskutieren Sie mit!

Smartphone: Reden Sie mit!

Neue Smartphones: Besonders in Asien sind große Displays beliebt: Bild: ap

Neue Smartphones: Besonders in Asien sind große Displays beliebt: Bild: ap

Erinnert sich noch jemand an Nokia? Der Smartphone-Markt befindet sich in einem rasanten Umbruch. Heute beherrschen Apple und Samsung das Geschehen, doch die Konkurrenz aus China holt auf: Nummer drei, vier und fünf der Branche kommen bereits aus dem Reich der Mitte. Sie drängen mit billigen Produkten auf den Markt, und verdrängen so das klassische Handy aus den Regalen, selbst in Afrika.

Die technologische Revolution zu erschwinglichen Preisen schafft neue Märkte und krempelt unser Kauf-, Bezahl- und Kommunikationsverhalten komplett um. Asien ist dafür eine Art Labor.
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