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Blog der makro-Redaktion

US-Wahl: Reden Sie mit!

Amerikanische Flagge vor dem Washington Monument. Bild: ap

Amerikanische Flagge vor dem Washington Monument. Bild: ap

Die US-Wahl polarisiert wie nie zuvor und der Wahlkampf verläuft so dreckig wie nie zuvor – was vor allem den populistischen Ausfällen des Kandidaten der Republikaner, Donald Trump, zuzuschreiben ist.

Trump, genau wie seine Konkurrentin Hillary Clinton von den Demokraten, nimmt für sich in Anspruch, für jene amerikanische Mittelschicht zu sprechen, die sich von Abstiegssorgen bedroht sieht, und für jene, die sich als Verlierer der Globalisierung sehen. Trump positioniert sich klar gegen Freihandel, Globalisierung und ausländische Konkurrenz, Clinton gibt hier den Trump light. TTIP ist praktisch tot.
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Sand: Reden Sie mit!

Nicht jeder Sand ist für die Bauindustrie geeignet. Bild: colourbox.de

Nicht jeder Sand ist für die Bauindustrie geeignet. Bild: colourbox.de

Sand gibt es auf der Welt reichlich. Die Wüsten sind voll damit. Nur für die Bauindustrie, den Hauptabnehmer des Rohstoffes, ist just dieser Sand ungeeignet. Er ist zu fein und rundgeschliffen durch den Wind. Grob und scharfkantig muss er sein und von unterschiedlich großer Körnung. Genau wie der Sand am Meer.

Und der wird knapp. Der Meeresspiegel steigt und spült ihn fort. Der Nachschub – aus den Gebirgen über die Flüsse ins Meer geschwemmt – schwindet, denn viel bleibt an Staudämmen hängen. Gleichzeitig wird weltweit gebaut wie nie. Und künstliche Inseln aus Sand wie in den arabischen Emiraten verknappen den Rohstoff noch einmal.
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Brexit: Reden Sie mit!

London erlebt seit Jahren einen Boom. Ein Brexit könnte diesen beenden. Bild: dpa

London erlebt seit Jahren einen Boom. Ein Brexit könnte diesen beenden. Bild: dpa

Staaten schließen sich zusammen, um Handel zu fördern, Menschenrechte zu verteidigen, Umwelt zu schützen, Gefahren abzuwehren. Sie unterzeichnen Verträge und schließen Bündnisse. Und jedes Mal, wenn sie dies tun, verlieren sie ein Stück eigener Souveränität. Es ist dieser Konflikt, der Europa zu zerreißen droht.

Am 23. Juni entscheiden nun die Briten über ihren Verbleib in der Europäischen Union. Sie sind stolz auf 800 Jahre Westminster-Demokratie und fühlen sich von Brüssel gegängelt. Gleichzeitig sind sie abhängig vom gemeinsamen Markt.
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Stromkonzerne: Reden Sie mit!

Kühltürme eines Kraftwerks: Das klassische Geschäft bringt Energiekonzernen kaum noch etwas ein. Bild: dpa

Kühltürme eines Kraftwerks: Das klassische Geschäft bringt Energiekonzernen kaum noch etwas ein. Bild: dpa

Kohle ist billig, Verschmutzungszertifikate sind billig. Eigentlich beste Voraussetzungen für fette Gewinne der Stromkonzerne. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Denn: Strom ist noch billiger. „Wenn die Stromgroßhandelspreise auf dem derzeitigen niedrigen Niveau bleiben, lohnt sich keinerlei Stromproduktion mehr“, sagt der Energieexperte Prof. Wolfgang Irrek, heute zu Gast bei makro.
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Griechenland: Reden Sie mit!

Die Mitgliedschaft im Euro fordert von Griechenland gewaltige Anstrengungen. Bild: dpa

Die Mitgliedschaft im Euro fordert von Griechenland gewaltige Anstrengungen. Bild: dpa

Die Griechenlandrettung geht in die nächste Runde. Wieder geht es um die Auszahlung der nächsten Tranche an Hilfsgeldern und wieder geht es um die Frage, ob die griechische Regierung die zugesagten Reformen umgesetzt hat.

Zu Gast bei makro ist der Ökonom Dr. Fabian Lindner vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Er sagt, der Schuldenschnitt, bei dem private Gläubiger 2012 auf einen großen Teil ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichtet hatten, habe als Brandbeschleuniger in der Eurokrise gewirkt.
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Nullzins: Reden Sie mit!

Die Geldschwemme der Notenbanken ist ohne Beispiel. Bild: colourbox.de

Die Geldschwemme der Notenbanken ist ohne Beispiel. Bild: colourbox.de

Für Sparer ist es ein Ärgernis, für überschuldete Staaten ein Geschenk: Mit einst undenkbaren Maßnahmen versuchen Notenbanken rund um den Globus der Wirtschaft Beine zu machen. Sie intervenieren an Märkten und hoffen auf Inflation. Sie möchten Konsumenten zum Konsum animieren und Unternehmen zum Investieren.

Es ist eine Art Einladung zum Geldausgeben mit vorgehaltener Waffe. Der Erfolg hält sich in Grenzen, denn eigentlich liegt der Ball im Feld der Politik. Die allerdings weigert sich nur allzu oft, im Reformteam mitzuspielen.
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Europa: Reden Sie mit!

Prof. Matthias Lücke vom Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel. Bild: IfW

Prof. Matthias Lücke vom Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel. Bild: IfW

Europa gibt gerade ein ziemlich erbärmliches Bild ab. Kaum ist Griechenland eine Weile alimentiert, zerstreitet sich die Union beim Umgang mit den Flüchtlingen. Dabei geraten für selbstverständlich gehaltene Errungenschaften wie offene Grenzen innerhalb der EU auf die Abschussliste. Abschottung ist der neue Trend.
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Pharma: Reden Sie mit!

Neue Medikamente müssen heute einen konkreten Zusatznutzen erbringen. Bild: dpa

Neue Medikamente müssen heute einen konkreten Zusatznutzen erbringen. Bild: dpa

Neue Medikamente sind heute oft sehr teuer, was Krankenkassen verärgert und Patienten empört. Trotzdem sind die Zeiten, in denen Pharma-Firmen praktisch automatisch hohe Gewinne scheffelten, vorbei. Denn die hohen Preise jener Arzneimittel, die es auf den Markt schaffen, subventionieren eine Vielzahl gescheiterter Forschungsvorhaben.
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Gastkommentar zu TTIP: Hinter verschlossenen Türen

Ignacio Garcia Bercero ist Verhandlungsführer der Europäischen Union für das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Bild: dpa

Ignacio Garcia Bercero ist Verhandlungsführer der Europäischen Union für das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Bild: dpa

Die Einrichtung eines Leseraums für Bundestagsabgeordnete im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) zeigt, wie groß das Demokratiedefizit bei den TTIP-Verhandlungen ist. In Zeiten des Internet mutet die Einrichtung eines Lesesaals, in dem nur unter Aufsicht, zu eingeschränkten Öffnungszeiten und ohne Kopiermöglichkeit juristisch anspruchsvolle Texte eingesehen werden können, mehr als antiquiert an. Wer glaubt denn ernsthaft, dass Abgeordnete die TTIP-Texte kurz einsehen und sich deren juristischen Inhalte, zumal in englischer Sprache einprägen.
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TTIP: Reden Sie mit!

Protest gegen TTIP. Bild: dpa

Protest gegen TTIP. Bild: dpa

Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP hat sich in der öffentlichen Wahrnehmung zu einem Instrument der Inbesitznahme Europas durch die USA entwickelt. In dem Verhandlungspoker von Politikern und Wirtschaftslobbyisten blieben die Interessen der Verbraucher auf der Strecke, so die Befürchtung vieler Menschen. Sie vermuten, dass in Hinterzimmern ihre Identität verkauft wird und sie zu Sklaven amerikanischer Konzerne werden. Mögliche Vorteile des Handelsabkommens geraten aus dem Blick. Welche Ängste sind real, welche unberechtigt? Diskutieren Sie mit!