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Blog der makro-Redaktion

Pulverfass Iran – Reden Sie mit

Präsident Rohani versucht, die weit verbreitete Unzufriedenheit politisch für sich zu nutzen: Er kündigte weitreichende Reformen in Wirtschaft und Gesellschaft an.

Die Iraner gehen auf die Straße und protestieren gegen Arbeitslosigkeit, steigende Preise und Inflation. „Es ist kein Geheimnis, dass die wirtschaftliche Lage für einen wesentlichen Teil der Bevölkerung schlecht ist“, sagt Iran-Experte Adnan Tabatabai von CARPO, einem Nahost-Thinktank mit Sitz in Bonn.
Und dieser Missstand, so Tabatabei, ziehe sich durch die ganze Geschichte der Islamischen Republik und reiche zurück bis in die Zeit der Schah-Herrschaft vor der Revolution von 1978/79. Seit Jahrzehnten sei es keiner Regierung gelungen, die Situation der sozial Schwachen zu verbessern.Aber warum ist das so?
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Steuergerechtigkeit: Reden Sie mit!

Google gehört zu den konsequentesten Steueroptimierern weltweit. Bild: ap

Google gehört zu den konsequentesten Steueroptimierern weltweit. Bild: ap

Es ist nicht so, dass nichts passiert sei beim Stopfen von Steuerschlupflöchern für Unternehmen. Es ist vielmehr so, dass weniger passiert ist als versprochen. Gerade die Deutschen träten im Hinblick auf die Transparenz von Konzernsteuern als Bremser auf, sagt Steuerexperte Markus Meinzer vom Tax Justice Network.
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Arbeit: Reden Sie mit!

Zeitdruck und ein implizierter Zwang zur Verfügbarkeit belasten das Arbeitsleben. Bild: colourbox.de

Zeitdruck und ein implizierter Zwang zur Verfügbarkeit belasten das Arbeitsleben. Bild: colourbox.de

Die sich ändernde Arbeitswelt wirft Fragen auf und die Digitalisierung schafft Möglichkeiten. Doch welcher Weg ist der beste? Klar ist: Die Zukunft wird flexibel. Das wollen alle, zumindest für sich selbst.

Dabei sind die Interessen höchst unterschiedlich, wie Prof. Klaus Dörre von der Universität Jena betont: Arbeitgeber möchten flexibel einsetzbare Arbeitskräfte, Arbeitnehmern geht es um mehr Zeitsouveränität. Auch zwischen oben und unten sieht Dörre eine Polarisierung: Hochqualifizierte arbeiten viel und wünschen sich mehr Zeit, Teilzeitbeschäftigte würden gerne aufstocken.
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Russland: Reden Sie mit!

Demonstration in Moskau. Bild: reuters

Demonstration in Moskau. Bild: reuters

Auf den ersten Blick scheint sich Russlands Wirtschaft zu erholen. Auf den zweiten Blick entpuppt sich die Erholung vor allem als Reaktion auf das Steigen des für Russland so wichtigen Ölpreises.

Der Ökonom Prof. Alexander Libman sagt, die Wirtschaft stagniere. Seit 2014 seien die realen Einkommen auf Talfahrt. Ohne mehr Rechtsstaat und weniger Korruption werde es keine nachhaltige Erholung geben.
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Einzelhandel: Reden Sie mit!

Amazon-Paket: Der Online-Handel bedrängt die stationären Läden. Bild: reuters

Der Online-Handel bedrängt die stationären Läden. Bild: reuters

Die Kunden ändern ihr Kaufverhalten. Der Handel zieht nach. Wer es nicht tut, bleibt auf der Strecke. Viele lokale Händler betreiben ihr Geschäft noch „wie im Mittelalter, während die Kunden schon lange in der Neuzeit angekommen sind“, sagt Prof. Gerrit Heinemann, der sich seit Jahrzehnten mit dem Einzelhandel beschäftigt.

Dabei werde eine Gefahr des Online-Shoppens für den stationären Handel bisher gar nicht diskutiert: Der Abfluss von Einzelhandelsumsätzen ins Ausland. Der Online-Handel, forciert durch den Eintritt von Amazon – aber auch Alibaba – ins Filialgeschäft, nimmt den stationären Handel nun nachgerade in die Zange. Wie kann er reagieren?
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Luftfahrt: Reden Sie mit!

Flugzeuge der Lufthansa. Bild: reuters

Flugzeuge der Lufthansa. Bild: reuters

Fliegen war auch schon mal einfacher. Was für Airlines die Welt immer komplizierter macht, sind zuvörderst einmal sie selbst: Es gibt zu viele, das drückt die Margen. Kunden reagieren empfindlich.

Obendrein gelten Flugzeuge als Klimakiller. Hier immerhin, ist sich Luftverkehrsexperte Prof. Frank Fichert sicher, werde es eine Lösung geben: „Das CO2-neutrale Wachstum wird definitiv kommen.“
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Macht der Zahlen: Reden Sie mit!

Mitunter sind Zahlen weniger hilfreich als intendiert. Bild colourbox.de

Mitunter sind Zahlen weniger hilfreich als intendiert. Bild colourbox.de

Die europäische Defizitgrenze von drei Prozent lässt sich nicht wissenschaftlich herleiten. „Sie ist einfach eine politische Hausnummer“, sagt der Wirtschaftshistoriker Prof. Werner Abelshauser. In der Wirtschaft begegnen einem viele Zahlen, die vor allem dem Versuch geschuldet sind, Vergleichbarkeit zu erzwingen.

Dabei bildet das Prinzip one size fits all individuelle Besonderheiten oft nicht ab. Deutschland zum Beispiel, findet Abelshauser, tue gut daran, weniger der Macht der Zahlen als der Kraft der eigenen Wirtschaftskultur zu vertrauen.
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So ein Müll! Reden Sie mit!

Bei Amazon läuft das Weihnachtsgeschäft auf Hochtouren (c) dpa – bildfunk+++

Weihnachtsgeschenke online bestellen, bequem und einfach. Das Online-Geschäft boomt und unsere Müllproduktion ebenso. Unser Konsumverhalten produziert mehr Müll als je zuvor. Die Industrie freut´s, die Umwelt leidet.

„Jeder von uns kann dabei dazu beitragen, den Energieeinsatz zu minimieren“, sagt unser heutiger Gast Prof. Dr. Stefan Gäth von der Justus Liebig-Universität in Gießen.
Ziel müsse es sein, Abfall als Wertstoff zu begreifen und unser Konsumverhalten zu überdenken. Doch sind wir wirklich bereit, unseren Konsum zu ändern?
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Nordkorea: Reden Sie mit!

Militärparade in Nordkoreas Hauptstadt Pyongyang. Bild: reuters

Militärparade in Nordkoreas Hauptstadt Pyongyang. Bild: reuters

Nachdem es zwei Monate ruhig um Kim Jong-un geworden war, überraschte er nun die Weltöffentlichkeit mit einer neuen Provokation: Die getestete Interkontinentalrakete könnte das gesamte US-Festland erreichen.

Sanktionen werden Nordkorea nicht von seinem Kurs abbringen sagt Prof. Rüdiger Frank von der Universität Wien. Das Land habe sich „ein Maß an wirtschaftlicher Eigenständigkeit erarbeitet, das es vergleichsweise unempfindlich“ macht.
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Klimawandel: Reden Sie mit!

Wie können Industriegesellschaften emissionsfrei werden? Bild: dpa

Wie können Industriegesellschaften emissionsfrei werden? Bild: dpa

Die Welt versucht, Klimawandel und Umweltzerstörung mit technischem Fortschritt und Effizienzgewinnen zu begegnen – ein Ansatz, bei dem die Weltwirtschaft ihrer inneren Logik folgend weiter wächst.

Der Postwachstumsforscher Prof. André Reichel hät diesen Weg für eine Sackgasse. Er sagt: „Die Produktivität wird uns bis auf Weiteres nicht retten.“ Er plädiert für eine Abkehr vom Wachstumsfetisch, für „mehr Phantasie jenseits der monetären Logik“. Und, ja, auch für Verzicht. Aber Hand aufs Herz: Wie realistisch ist das? Diskutieren Sie mit!