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Blog der makro-Redaktion

Bahn: Reden Sie mit!

Das Schienennetz der Deutschen Bahn braucht dringend Investitionen. Bild: dpa

Das Schienennetz der Deutschen Bahn braucht dringend Investitionen. Bild: dpa

Mehr Weichen, mehr Haltepunkte, dichtere Takte – Prof. Heiner Monheim, Mitbegründer des Verkehrsclubs Deutschland, fordert von der Bahn eine Abkehr von teuren Prestigeprojekten und einen Ausbau des Streckennetzes in der Fläche.

Dabei kritisiert er den Bund als Eigentümer der Bahn deutlich – für die Bevorzugung der Straße gegenüber der Schiene. Konsequenterweise fordert er, „die ganzen Subventionen für den Autoverkehr“ einzusparen. Ein Großteil der Verspätungen sei „politisch mutwillig herbeigespart“.
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Alpen: Reden Sie mit!

Malerisches Alpenpanorama. Bild: colourbox.de

Malerisches Alpenpanorama. Bild: colourbox.de

Der abgelegene, ländliche Raum ist neuerdings in aller Munde, oft im Zusammenhang mit dem Attribut „abgehängt“. Die Alpen sind so etwas wie eine Peripherie im Herzen Europas. Doch wie schlägt sich die Region angesichts von Landflucht und Globalisierung?

Gar nicht so schlecht, findet Marius Mayer, Professor für Wirtschaftsgeographie und Tourismus. Was allerdings den ausufernden Güterverkehr angeht, fordert er, die Transitgebühren für Lkw so stark zu erhöhen, „dass die Bahn zum attraktivsten Anbieter wird“.
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Soja: Reden Sie mit!

Die Wunderbohne Soja ist ein ausgezeichneter Eiweißlieferant. Bild: dpa

Die Wunderbohne Soja ist ein ausgezeichneter Eiweißlieferant. Bild: dpa

Der globale Anbau von Soja hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vervielfacht. Hauptabnehmer sind nicht etwa hungrige Vegetarier. Das meiste Soja, sagt die Agrarwissenschaftlerin Birgit Wilhelm vom WWF, essen wir in Form von Fleisch, Wurst, Eiern, ja selbst Milchprodukten.

Der Proteinlieferant Soja ist haute die Basis der modernen, hocheffizienten Massentierhaltung. Dabei werden in wichtigen Anbauländern wie Brasilien und Argentinien wertvolle Lebensräume für Tausende Tier- und Pflanzenarten zerstört.
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Ruhrgebiet: Reden Sie mit

In Essen ist der Wandel schon gelungen. Bild:dpa

Das Ruhrgebiet mit seinen Malochern und rauchenden Schornsteinen gehört der Vergangenheit an. Der Wandel von der Montanindustrie hin zum digitalen Zeitalter stellt die Metropolregion vor einen Scheideweg.
Im Süden der Region wurden die Zeichen der Zeit früh erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Ein Beispiel hierfür ist Essen. Die ehemalige Krupp-Stadt verfügt über einen starken Dienstleistungssektor und trägt 2017 den Namen „Grüne Hauptstadt Europas“.

Unser heutiger Gast, Prof. Rudolf Juchelka von der Universität Duisburg-Essen, appelliert dafür, innovative Entscheider an Schlüsselpositionen einzusetzen und sich von alten Denkmustern zu verabschieden. Das vorhandene Potenzial müsse endlich abgerufen werden, um neuen Schwung ins Revier zu bringen. Diskutieren Sie mit!

Auto & Mobilität: Reden Sie mit!

Der Verbrennungsmotor hält die Republik in Atem. Bild: dpa

Der Verbrennungsmotor hält die Republik in Atem. Bild: dpa

Die Autobranche steht massiv in der Kritik: Beschiss beim Schadstoffausstoß, Kleinreden des Dieselskandals, Festhalten am Verbrennungsmotor, Verschlafen fundamentaler Entwicklungen wie Elektroantrieb, Batterieentwicklung und vernetzter Mobilität.

Die ZEIT verweist auf den gerade von Volkswagen mit Stolz vorgestellten 1500-PS-Superboliden Bughatti Chiron und merkt spitz an, da könne einem angst und bange werden um die wichtigste Industrie im Land.
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Kinderarmut: Reden Sie mit!

Kinderarmut verheißt eine ungewisse Zukunft. Bild: dpa

Kinderarmut verheißt eine ungewisse Zukunft. Bild: dpa

Über Altersarmut wird viel geredet, auch im Bundestagswahlkampf. Über Kinderarmut spricht (fast) niemand. Dabei ist es das viel drängendere Problem. Etwa jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als arm oder armutsgefährdet. Dabei gilt: Kinderarmut ist Elternarmut. Hier sind zwei Bevölkerungsgruppen besonders betroffen: Alleinerziehende (43,6%) und Erwerbslose (56,9%).

Zwar gibt es jede Menge familienpolitische Förderprogramme. Die tatsächlich Bedürftigen bekommen davon aber wenig ab. Harz-IV-Kinder z.B. bekommen kein Kindergeld, ihre Eltern kein Elterngeld. Und so werden aus armen Kindern am Ende meist arme Erwachsene.
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Demokratie und Wirtschaft

Hat die Seiten gewechselt: Jose Manuel Barroso (c) dpa

Manuel Barroso, ehemaliger Chef der Europäischen Kommission, hat es getan. Er ist von der Politik in die Wirtschaft gewechselt und arbeitet fortan für eine der mächtigsten Investmentbanken der Welt: Goldman Sachs. Auch auf Bundesebene lässt sich eine ganze Reihe von Politikern aufzählen, die einen Wechsel vollzogen haben: Pofalla, von Kläden, Niebel, Koch, Rösler. Um nur ein paar zu nennen. Die Liste könnte ohne Mühe fortgeführt werden.

Allerdings gibt es nicht wenige Experten, die behaupten, dass dieser Austausch nötig ist, um der Politik die nötigen Kenntnisse und das Verständnis beizubringen, wie Wirtschaft funktioniert. Die Frage ist nur: Wann überschreitet der Einfluss der Wirtschaft die Grenze, sodass es der Demokratie schadet?

Zu Gast bei makro ist Birger Priddat, Professor für Wirtschaft und Philosophie an der Universität Witten/ Herdecke. Er ist einer der führenden deutschen Wirtschaftsethiker und der Meinung, dass die Politik ihre Souveränität verloren habe. Besonders die Verhandlungen rund um CETA/ TTIP und die Ergebnisse des Dieselgipfels würden dies deutlich machen. Diskutieren Sie mit!

Spiel um Milliarden: Reden Sie mit!

Computerspieler auf der Gamescom

Computerspieler auf der gamescom Bild: dpa

Der Videospielmarkt wächst und die Anbieter finden immer neue Geschäftsmodelle. E-Sport, Mobile Games, Microtransactions, Abo-Modelle und Zusatz-Inhalte. Die digitale Natur der Ware bietet den Konzernen grenzenlose Möglichkeiten.

Die deutsche Politik hat es der Branche hierzulande jedoch nie sehr leicht gemacht. Dies soll sich nun ändern. Sowohl CDU als auch SPD wollen sie nun stärker fördern. Doch reicht ein politischer Impuls aus um zu den asiatischen und nordamerikanischen Marktführern aufzuschließen?

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Gerechte Globalisierung: Reden Sie mit!

BMW-Produktion in Spartanburg, USA. Bild: BMW Group

BMW-Produktion in Spartanburg, USA. Bild: BMW Group

Unterm Strich schafft die Globalisierung Wohlstand. Aber nicht bei allen. Und teils zu einem hohen Preis. Die Frage ist, welche Mechanismen helfen, die Globalisierungsrendite so zu verteilen, dass mehr Menschen am Fortschritt teilhaben und weniger ins Abseits geraten.

Hier geht es in den westlichen Industrieländern z.B. um die Sicherheit des Arbeitsplatzes und in den Schwellen- und Entwicklungsländern um die großen Themen Umwelt- und Sozialstandards. Als Gastgeber des G20-Gipfels versucht die Bundesregierung bei Handel, Klimapolitik, und der Bekämpfung von Fluchtursachen einen Konsens zu erwirken.
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Venezuela: Reden Sie mit!

Hugo Chavez - Revolutionär, Volksheld, Vorgänger und politischer Ziehvater von Venezuelas Präsident Nicolas Maduro. Bild: reuters

Hugo Chavez – Revolutionär, Volksheld, Vorgänger und politischer Ziehvater von Venezuelas Präsident Nicolas Maduro. Bild: reuters

Die Lage in Venezuela spitzt sich zu. Es wird kaum noch etwas produziert, fast alles importiert, selbst Lebensmittel. Bezahlt wird dies mit Geld, das man nicht hat. Was man hat – angeblich – sind die größten Ölvorkommen der Welt, muss aber Benzin importieren. Das wird verkauft zu grotesk niedrigen, staatlich festgelegten Preisen. Nichts ergibt einen Sinn. Was floriert, sind Schmuggel, Schwarzmarkt, Korruption.
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